Note 1. 40A
Denn die drei Unterredungen mit Philipp v. Liinborch über den Werth desChristenthuins: äs vsritats lislipstonis Olrristianas amics. sollntio sunr ern-äito äuäa.so, Amsterd. 1687, welche, wie le Clerc bezeugt, kurz vor Orobio'sTod erschien, hat er selbst nicht veröffentlicht, sondern Limborch schickte die dreiscripta äuäasi voraus, um daran seine Entgegnung anzubringen. Die drittegedruckte Schrift Orobio's Israsl venAS ist lange nach seinem Tode veröffent-licht worden. (London 1770.) Der Herausgeber bemerkt dazu: Ost ouvrrrASn ponr Nlltour un äuik sspNAnol novoins Isaak Oroftio, <gui 1s soin-vosa äans sa langus; il a sts äspuis traäuit sn tranyois par nn äuiüappslls I 1 snricius 2 sur Is inanuscrit äs 1'autsur, c;ui n'a samais ätspnbliv . . sslui-si parait avoir rstouclrs on sorri^ö 1a traänotion. sVgl.Kayserling, a. a. O., S. 82.j
IV. Andere literarische Zeitgenossen Spinoza's in Amsterdam.
Es ist nur Wenigen bekannt, daß es zu Spinoza's Zeit in Amsterdam sehrviele, wenn auch nicht literarische Größen, so doch Schriftsteller unter den Indengegeben hat, welche allgemeine Bildung genug besaßen, seine Schriften zu lesen.Namentlich war die Poesie durch viele Pfleger vertreten. Die große Zahl der-selben läßt sich an einem Poeten Nachweisen, an Joseph Pensa*). lieberdiesen und seine spanischen Poesien hat äs los Ikios Mehreres mitgetheilt(Lstuäios softrs los änäios äs Hspaöa, p. 633 tk.); er kennt ihn aber nurunter dem Namen äosspü äs la VsZa und weiß nicht, was Wolf con-statirt hat, daß er diesen Namen mütterlicherseits angenommen hat, seinväterlicher Familienname dagegen war Pensa l^VoIk Lidliotlissa, III,x. 623). Das erste Kind von I. Penso's Muse war ein hebräisches Dramaunter dem Titel .-np.-vn nwn (auch omroo' oi-w). Die seltene Erscheinung eineshebräischen Dramas von einem sehr jungen Dichter hat seine jüdischen Zeit-genossen und Amsterdamer Compatrioten in eine förmliche Ekstase versetzt und20 Dichter haben ihre Bewunderung in hebräischen, spanischen und lateinischenVersen ausgedrückt. Sie sind der ersten Ausgabe vorgedrnckt. Es waren:1) der Rabbiner Isaak Aboab; 2) Mose Raphael de Aguilar, beide be-kannte Persönlichkeiten; 3) Abraham Koh en P imentsl; 4) Moseb. GideonAbudiente und 5) Gideon b. Mose Abudiente, sein Sohn; 6) Salomode Oliveyra, ebenfalls bekannt; 7) Samuel Pinto; 8) Daniel Belillos-0) Isaak Saruk; 10) Elia Leon; 11) Mose Mocato; 12) Isaak Nietv;13) David b. Aaron Zarphati; 14) Isaak Velvsinos und zwei Anonyme— alle diese machten hebräische Verse; 17) Jakob de Pina; 18) der Viel-schreiber und Versifikator Daniel de Barrios, diese in spanischen Versen;10) Daniel Jehuda, ein spanisches und lateinisches Gedicht; 20) IsaakGomez de Sossa, zwei lateinische Gedichte, ein aus drei Distichen bestehendesund eines von asklepiadäischem Versmaaß. Einige von diesen waren Marranen,wie Joseph Penso selbst, und es fragt sich, seit wann sie in Amsterdam alsJuden lebten. Dabei können uns einige Momente aus Penso's Biographie dienen.
Delitzsch orthographirt diesen Namen unrichtig Penyo (zur Geschichteder jüdischen Poesie S. 77), weil der Name in der ^probnyao einmal so ge-schrieben wird. Allein die Spanier und Portugiesen gaben damals das 8 imMajuskeln öfter mit 0 wieder. sVgl. über ihn auch Kayserling, Libl. Dspagki.stc. S. 85 ff.s