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Geschichte der Juden.
Dbsologo rsliZioso contra sl IliooloAo I'olitico äs . . Lspino^a geschriebenhat, aber erst lange nach Spinoza's Tod. Velozino's Geburt fällt 1657(Llaslcir III, S. 58). Es wäre daher interessant, zu erfahren, wie sich Orobi»dazu verhalten hat, Wolf citirt (a. a. O.) eine kleine Schrift in Briefformvon ihm: Ilna spistola invsctiva contra nn äuäio ikbilosopbo rnsäico,gus nsgava 1a I-s^ äs Nossz- sisnäo ^.tbsista aiksctava 1a I-sz- äs natura-1s?a. Nach dieser Lesart wäre der Atheist, gegen welchen Orobio diese Epistelgerichtet hat, ein Jude gewesen. Basnage, welcher diese Epistel in der erstenEdition seiner bistoirs äss äuils citirt, meinte, sie wäre geradezu gegen Spinozagerichtet gewesen. Dagegen wirst Wolf ein: der von Orobio Kritisirte werdein der Ueberschrift doch rnsäico genannt, so könne nicht Spinoza darunterverstanden werden, da er doch nicht Arzt war. Indessen ist dieser Einwursnicht schlagend. Leibniz' Brief an Spinoza (Briefs. Nr. 51) trägt im Originaldis Adresse: ^ LIr. 8pinor:a, määscin trss-cslsbrs st pbilosopbs trcs-prolonä a ^.mstsräam (bei van Vloten supplsmsntnm, p. 566). Nsäicusmuß also damals die Bedeutung: Naturforscher gehabt haben. Insofernkönnte allerdings Orobio's spistola invsctiva gegen Spinoza gerichtet ge-wesen sein. Allein der spanische Codex bei N. de Castro hat eine andereLesart: spistola invsctiva contra I?raäo nn ipliilosopbo rnsäico, gusäubitana o no crs^a 1a vsräaä äs 1a äivina Dscritur^r, also nicht contrann äuäio. Auch hätte schwerlich Orobio, der mit Spinoza bekannt war,gegen ihn den Ausdruck gebraucht, ,,gegen einen Juden, welcher die Wahr-heit der göttlichen Schrift leugnete". Dieser Prado scheint identisch zu seinmit Juan de Prado, einem Arzt aus der Picardie, in Amsterdam, welcherweder Religion noch Gewissen hatte (de Barrios, Ooro äs la inusas, beiKayserling, Sephardim, S. 260 ff. fund Libl. sspail., stc. S. 83f). Soviel wirjetzt wissen, hat Orobio nur indirekt gegen Spinoza's System polemisirt undzwar nur gegen dessen Ethik, nicht gegen den Traktat. Seine Schrift istgegen Bredenburg gerichtet: Osrtainsn plrilo sop lricurn propnZnatasvsritatis äiuinas ac naturalis aävsrsus LrsäsnbnrZ. Diese Schrift Orobio's,erschienen 1684, ist aber selten geworden;, verbreiteter ist die zweite Edition,welche der Mönch Langtet veranstaltete und sie der Sammlung einverleibte:Nslutation äss srrsurs äs L. äs 8pinosa par äs I'snslon stc. avsc 1avis äs 8xinosa par ä. Oolsrus. Diese vis bildet den Anfang und S. 387folgt Orobio's Osrtainsn pbilosoxlricurn. Der Herausgeber Lauglet bemerktim Eingänge: Usino sst intsr Lruäitos, cui non sit coZnita st psrspsctaäoctissiini intsr Iloäisrnos T^rnstsloäainsnsss Usbrasos Islialc Orobioäoctrina. I?anci tarnsn in LsIZico, st rnnlto pauciorss in Oallia guissus scripta lsZsrint.
In der Einleitung zum Osrtainsn sagt Orobio: ^b aliguibus annismali bominis Lpinosas scripta xsrlsAi st non solum ^.tbsismo viasstsrners co^novi, ssä in ipsis sam constitutum latsrs, lacils äcprslrsnäi.kutabam nullis vsl paucis consiäsrabils äamnum illatura, guia inäoctinon intslii^srent, nsgus improbas, guas inäs säucuntur conssgusntias,pcrcipsrsnt: äocti aä libitum äscipi patsrsntur stc. 8eä nunc novi,«guoä insa ms Istsllit opinio, cum non soll aligui sx vulp;o, omnis litsra-turas sxpsrtss, gui 8pinosas äoZmata, ut scisntilici viäsautur, intelliAsrsslksctaiit, st in ^.tbsismum, gusm sam antsa äiliAsbant, prascipitssruant, ssä äocti stiam saäsm ästsstabili Ins missrs alkiciautur.
Das ist übrigens die einzige Piöcs, die von Orobio selbst edirt wurde.