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oder Rückkehr zum Judenthume auf vage Combinationen angewiesen. AlsAusgangspunkte dafür können drei Momente genommen werden. Sein Todes-jahr fiel 1687, wie Le Clerc angiebt. Im Jahre 1665 scheint Orobio nochäußerlich in Frankreich Christ gewesen zu sein. Denn in diesem Jahres druckteder unverdrossene Versificator de Barrios die ersten Produkte seiner Muse,vlor äs ^.xolo (Brüssel). In dieser Sammlung hat er auch ein Sonnet anvon valtariar Orobio, wsäivo ^ posta insiZus (Ho. 82). Orobioführte also damals noch seinen christlichen Vornamen Baltasar und noch nichtden jüdischen, Isaak. Anfangs 1670 war er bereits Mitglied des AmsterdamerMaamad, d. h. des Collegiums der Parnassim, und approbirte mit seinensechs Collegen die Psalmenübersetzung des Jakob Jehuda LeonTHadauyas äs Lautits-ä, gedruckt 1671, die Approbation vom 27. Thebet 5130— 19. Jan. 1670.) Er muß also, da er bereits im Jahre 1669 als Parnaßgewählt wurde, in diesem Jahre mindestens schon Jude gewesen sein. SeinEintritt in's Judenthum würde demnach fallen zwischen 1665 und 1669.
Orobio stand in einem confidentiellen Verhältniß zu Spinoza. Das hatdeMur glücklich herausgebracht (^.nuotabionss s-ä L. äs LxiusWS Nrs.sba.tuwtbsol. xolib. IIssZ 1802, x. 23). Das Schreiben in Spinoza's BriefsammlungNr. 48. v. ä. V. Ll. vr. an ä. O. hat de Mur richtig enträthselt: Lam-bi^rtus von Velt^huysen wsä. vr. an Isaak Orobio. Das Datumdieses Briefes setzt Bruder 24. Juni 1671. Aus demselben geht hervor, daßOrobio von seinem Utrechter Freunde v. Velthuysen ein Urtheil über Spinoza'sTraktat verlangt hat, das dieser ihm auch in tadelndem Sinne giebt. In derdarauf folgenden Nr. (19) schreibt Spinoza an I. O., d. h. Isaak Orobio.iilirsrls sing äuiüo, <zuoä ts bswäiu sxsxsobsrs Isvi; ssä SAv vix sui-wuw iuäussrs xossuw, ub sä IIUsIIuw lllius viri, c^usw wiUivow.raunies.rs voluisbi, rsspouässw, uso ulla slis äs osuss ssw booIsvio, c^usw c^uis xrowisi. Orobio hat demnach das schriftliche Urtheilv. Velthuysens Spinoza übermittelt. Er muß also vorher mit ihm bekanntgewesen sein. Bemerkenswerth ist es, daß Orobio sich nicht ein selbständigesUrtheil über Spinoza's Traktat gebildet hat, sondern die Meinung seines christ-lichen Freundes hören wollte. Sollte er damals, nachdem er so lange praktischdie Arzneikunde getrieben hat, mit philosophischen und theologischen Fragennicht vertraut gewesen sein?
Später hat er viel über theologische und auch philosophische Themata ge-schrieben. Das Verzeichniß seiner meistens handschriftlich vorhandenen Abhand-lungen in spanischer Sprache bei IVoll, vibliobUsss III, x. 552, HsäriZusuäs Ossbro, vidliotUsos Ilsxsnols, I, p. 606. und äs NosÄ, LiiiliobUsossubleUrisbisus, x. 84 sg. Nur eine Nummer dieser Orobio'schen Schriften seihier in Betracht gezogen, weil sich scheinbar daraus entnehmen ließe, als habeer direkt gegen Spinoza polemisirt. Die Frage ist nämlich noch nicht einmalaufgeworfen worden, wie haben sich Spinoza's gebildete jüdische Zeitgenossen,meistens in Amsterdam, zu seinem antijüdischen Systeme verhalten? Es scheintnämlich, daß nur Wenige derselben Notiz davon genommen haben, wenn manvon Thomas de Pinedo absieht, der nur hin und wieder Spinoza's Ansichtbekämpft, ferner von dnn Wirrkopf de Barrios, der nicht wußte, was erschmierte, und endlich von Jakob de Andrade Velozino, der zwar einen
*) sNach Kayscrling, didiiob. ssxsn.-xorbuSUSss-g'uä., S. 17, erschien dasBuch bereits 1663.j