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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Note 1.

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Biograph erzählt nämlich mit vieler Ausführlichkeit von Spinoza's Liebes-verhältnis! zu van der Endens Tochter, Clara Maria, und von der Rivalitätzwischen ihm und dem glücklicheren Kerkering. Van Vloten weist aber that-sächlich nach, wie diese Erzählung eins romanhafte Fiction sei (a. a. O, x. 299).Er theilt die Ehepakten von Kerkering (richtiger Kerckkrincki und ClaraMaria, ä. ä. 1671 mit. Damals war diese 27 Jahre alt; sie war demnachim Jahre, als Spinoza Amsterdam für immer verließ (nämlich 1656, wovonweiter), erst zwölf Jahre alt, und der philosophisch-ernste Jüngling von24 Jahren sollte mit dem Kinde ein Liebesverhältniß angeknüpft haben? MitRecht nennt van Vloten diese Erzählung ein Geschichtchen (bistorrola.) undbemerkt: Oibtrerls lAibrrr Hsrelcrirrekir rrvalsm 8 xiii 02 am liabsrs xsssumris,gui xusilam illam, sr ririguam'oorrgUAsm ärrssrs suxisrrb, äuärrm antsasum bos srbr xrsxosrrisss rrssssss ssb, grra.ni sum RbsirsburAi, vsl Vosr-burAi, Hs.Aa.svs Oomibum äsZsiis äs mabrrmsirro msrirräo ooZitars ornninonon xoburi. Man erwäge wohl, daß van der Enden mit seiner Tochter stetsin Amsterdem gewohnt hat, und daß Spinoza nach seiner ersten Entfernungaus dieser Stadt nur gelegentlich und auf kurze Zeit dahin kam.

Colerus' Angabe von Spinoza's Liebe zu Clara Maria ist demnach durch-weg ungeschichtlich, und darum ist seine Relation nicht s. borrts sxrsrrvs. Die-selbe Unzuverlässigkeit zeigt sich auch bei ihm in den Daten und in der Auf-einanderfolge der Aufenthaltsorte Spinoza's.

3) Die chronologischen Momente in Spinoza's Biographie lassen sich amsichersten durch das Datum des Bannes prüfen. Da dieser auch sachlich inter-essant ist, so gebe ich ihn hier in sxtsrrso wieder, wie ihn van Vloten (das.x. 29V fg.) aus dem Gemeindearchiv mittheilt:

Hsrsrrr (gris ss xrixlloorr äs.Dbrsbis, srrr 6 äs oorrbrg.

Ls-vuslr. äs üsxirroLS..

Os 8sirtrorss äo Llabamaä lassmsabsr a. Ilms, osmo ba ärs .2 grrs bsrr-äo nobisia äas mas oxiniosirs sobras äs Larrrslr äs DsxriroLS,,xrosurarao por äit't'srsirbss ea-minlras s xromssss.s rsbirs.1oäs ssrrs muss ssmirrlros, sirsoxoäsnäo rsrnsäislo. srrbss, xsloeonbrario, tsrräo saäa ärs. ma^orssnobieias, äas Irorrsiräss IrsrsAiasgrrs xratrsava s srisrirava, sEnormes obras grrs obrava, bsrräoäisto mrrrtas bestimrrnbas träsäiA-nas, gus äsxu 2 srao s tssbsmrrn-bsrao bnäo smxrs^snxaäsäibboLsxrrro^a, äs grrs troou ooirvsn-siäo: o grrs.1 brräo sxamriraäo snprs^srrya äos 8snborss Ha-Iramim, äslibsrarso vom ssrr xar-sssr grrs äibto üsxirro^a ssja srr-Irsrmaäo s sxartaäo äa irs<;as

Der Wrem (Sann), mclcher vcm der Wimveröffe»tiW umrde am 6. des Manais-h-b gegen Karuch de Espinoza.

Die Herren des Maamad thun euchzu wissen, daß sie schon vor einigerZeit Nachricht von den schlimmen Mei-nungen und Handlungen des Baruchde Espinoza hatten und sich durch ver-schiedene Wege und Versprechungenbemühten, ihn von seinen schlimmenWegen abzuziehen. Da sie dem nichtabhelfen konnten, im-Gegentheil er-hielten sie täglich mehr Nachrichten vonden entsetzlichen Ketzereien, die er übteund lehrte, und von den ungeheuerlichenHandlungen, die er beging, und siehatten davon viele glaubwürdige Zeu-gen, welche sie ablegten und bezeugtenalles in Gegenwart des besagten Espi-noza, dessen er überführt wurde. Dadieses Alles in Gegenwart der HerrenChachamim geprüft wurde, beschlossensie mit deren Zustimmung, daß be-sagter Espinoza sei gebannt und von26«