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Geschichte der Juden.
st. odssrvaut. Dieses Buch, so folgerte man weiter, verfaßte da Costa nichtlange nach seiner Ankunft in Amsterdam, da ihm bald nach seinem Eintreffendaselbst Zweifel an der Richtigkeit des rabbinischen Judenthums aufstietzen;denn er sagt selbst: sisiiaiisaotis pauols älsdus sxpsrtus su.ru, irrorss stoiäluatloirss ibrräasoiuru ruiuirus oorrvsirlis ouru lis, <puas a Nass xras-osxta suut. Darauf folgt nun seine Angabe, daß er über diesen Widerspruchein Buch zu schreiben sich entschlossen habe. Da nicht viel Zeit dazu gehörte,dieses Pamphlet auszuarbeiten, so sei es ungefähr 1623 geschrieben worden,und um diese Zeit sei er auch nach Amsterdam gekommen. Nun giebt er selbstan, daß er im 25. Lebensjahre noch in Spanien gewesen ist, also ist er ungefährim 26. nach Amsterdam gekommen, folglich um 1587 — 95 oder 94 geboren.Eine dieser Zahlen für da Costa's Geburtsjahr findet man daher bei seinenBiographen. Aber das ganze Raisonnement ist falsch.
Wir haben nämlich eine ganz bestimmte Nachricht über sein Todesjahr undseine Todesart von einem Zeitgenossen, der darüber gut unterrichtet sein konnte.Der judenfeindliche Hamburger Pastor Johannes Müller berichtet darüberin einem Buche, das 1644 erschienen ist, nämlich in seinem Judaismus.Daselbst erzählt er (S. 71): „Uriel Jurist«, ein Sadducäer, . . ist von derSynagoge excommunicirt worden . . daß er bei sieben Jahren unter die anderenJuden nicht hat kommen dürfen. Endlich ist er auf Bitte wieder ausgenommenund öffentlich in der Synagoge gegeißelt worden, darüber er in solche Traurig-keit gerathen, daß er anno 1640 im Monat April sich selber entleibt hat."Dadurch ist Jellinek's Zweifel an da Costa's Selbstmord beseitigt und dessenTodesjahr fixirt. Dieses Datum 1640 ist auch von Schudt (jüdische Merk-würdigkeiten I S. 290) und von Rodriauez da Castro (LlOliotlisoa Dspaüolal,p. 281) festgehalten worden. Aber die meisten Biographen folgten ihremFührer Fabricius oder Wolf; der Letztere, sonst ein so zuverlässiger Biblio-graph, hat sich geradezu in diesen Jrrthum hineingeredet, er sagt nämlich(l, p. 131), nachdem er den Passus von Müller citirt: sldi vitaru aäsiult(^.sosta) anno 1640, insnss ^.pr. vsl potius anno 1647, viäs Olsriouin.Aber I-s Olsro, auf den sich Wolf beruft, giebt gar kein bestimmtes Datuman, sondern sagt in der Recenfion des Limborch'schen Werkes vom Jahre 1687(Lidliotlrselns rralvsrsstls p. 327): O'sst I'onvraZs ä'un Osists (^.oosta)<zni ss tna . . il ^ a snviron «puarauts ans. „Ungefähr 40 Jahre",von 1687 zurückgerechnet, das ist die zweite Quelle für das falsche Datum 1647des Todesjahres.
Durch diese Ermittelung des Todesjahres ändert sich natürlich der ganzeCalcul. Verfolgen wir die Data rückwärts von seinem Tode an. 7 Jahre warer zuletzt im Bann, als er sich entschloß, sich mit der Synagoge auszusöhnenund dis von ihm geschilderte Demüthigung erfuhr: äuiavit Itsva xnAna istapsr annos ssptsm. Nach der erlittenen Demüthigung ging er nach Hause. .äonnnn ras ooutu.11, schrieb sein Testament, das Lxsruptai, aus dem mandas Zähneknirschen und die Verzweiflung heraus erkennt, und entleibte sichgleich darauf, da man diese Schrift neben seiner Leiche fand, wie nicht bloßLimborch, sondern auch Müller angiebt. Er ist also um 1633 zum zweitenMals in den Bann gethan worden. Zwischen dem ersten und dem zweitenBanne scheint kein langer Zwischenraum gelegen zu haben, denn er giebt selbstan, daß er wenige Tage nach der ersten Aussöhnung mit dem Rabbinate vonseinen Verwandten als Rslapsus angegeben worden wäre: Irausastls ciisbusaliquot äslatus tul . . supsi olsiis ruoäo pa.ia.vi st aliis, sx «pullms