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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
Entstehung
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Woten.

1 .

Uriel da Costa, Spinoza, Isaak Orobio und ihre schriftstellerischenZeitgenossen in Amsterdam.

I. Uriel da Costa (Acosta)').

Ueber die Daten seiner Biographie herrscht noch einige Ungewißheit, sooft sie auch schon behandelt wurden; darum seien sie hier kurz berührt undberichtigt. Die einzige zuverlässige Quelle dafür ist da Costa's Selbstbiographie:sxsvaplsr Urnnsnss vitss, worin auch einige Data angegeben sind. Aber zweiderselben bleiben unbestimmt, so lange sein Todesjahr nicht sicher ist. Fastsämmtliche neuere Biographen setzen seinen Selbstmord 1647, nach Fabricius'Vorgänge (Hisboria. Lidliotksesö I?slirioisllss III, 400). An diesem Datumund an dem Factum des Selbstmordes zweifelte mit Recht der unglücklicheHermann Jellinek, der Vers, von Uriel Acosta's Selbstbiographie (Leipzig l 847,der sich ihm so verwandt fühlte), weiles sich aus keiner glaubwürdigen Quellebeweisen läßt, auf welche Weise er gestorben, ob durch Selbstmord oder einesnatürlichen Todes." Die einzige Quelle dafür, meint er, sei Limborch,welcher das Lxsrnplsr 1687 edirt hat, und dieser möge das Geklatsche von desFreigeistes Ende als bare Münze genommen haben. Auch ein anderes Momenthat die Biographen irre geführt, und darum haben sie sein Geburtsjahr zufrüh angesetzt. Die Schrift des Arztes Samuel da Silva gegen da Costa:'Irstsäo äs. ivarnortsliäaäs äs slnas erschien 1623. Dagegen schrieb da Costasein: sxsnasir äss trsäiyosns I?Usri8sss . . . com rsposts s Urirn Lsnrusläs 8i1vs, 8su Islso Oslurnnisäor. Genau das Datum, wann diese Gegen-schrift erschienen ist, weiß man nicht, da sie selten geworden ist, und keiner derBibliographen sie auch nur gesehen zu haben scheint, eben so selten, wie daSilva's Irstsäo; man nimmt daher an, daß die Gegenschrift 1623 oder einJahr darauf veröffentlicht wurde. Man nimmt ferner an, daß diese da Costa'scheSchrift identisch sei mit dem Buche, wovon er selbst im Hxsinplsr sagt: äsli-dsrsvi lidrurn 8vriftsrs, in guo susbitisrn esnsss msss oslsnäsisrn, sbspsrbs prssbsrsin sx ipss IsZs vsnitstsw sorurn, grrss lUisrisssi trsäunt

*) Der richtige Name ist da Costa, den viele marranische und christlicheSchriftsteller führten nach einem Städtchen Costa. Da aber Uriel sich in seinerSelbstbiographie latinisirt a Costa unterzeichnet hat, ist ihm der Name Acostabeigelegt worden. sEine neue Ausgabe dessxsmplsr lluvasnss vitss" hatW. Volkmann in derFestschrift -ur 2S0jährigen Jubelfeier des Gymnasiumszu St. Maria Magdalena zu Breslau am 30. April 1893" S. 71 90 besorgt.Im Vorwort dazu (S. 64 ff.) versucht er Graetzens Urtheil über Uriel's Charakterzu berichtigen. In den Noten zum Texte des sxsmplsr schöpft der neueHerausgeber sein Wissen über jüdische Dinge hauptsächlich aus Basnage u. Schudt.s