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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

law zusammentreten sollte. Auf diese Versammlung von vielen Rab-binern und einflußreichen Personen scheint er viel gerechnet und ge-hofft zu haben, daß von ihr ein günstiger Spruch für ihn ausgehenwürde. Wahrscheinlich hatten seine zahlreichen Jünger in Polen undseine durch allerlei Mittel geworbenen Anhänger die Weisung er-halten, sich massenhaft dabei einzufinden. Er hatte sich nicht ver-rechnet. Es ging recht tumultuarisch auf dieser Synode zu; die Eibe-schütz-Partei erlangte das Uebergewicht; und sämmtliche Schmähschriftengegen ihn wurden feierlich verbrannt (2. Marcheschwan 30. Oct.17531). Auch das Krakauer Rabbinat und eine daselbst veranstalteteZusammenkunft verurtheilten später die gegen Eibeschütz gerichtetenSchriften zum Scheiterhaufen (Juni Juli 1754^). Noch vonandern Seiten erhielt er Verstärkung. Darauf gestützt, glaubte er denihm aufgezwungenen Pakt, sich einem Schiedsgericht zu unterwerfen,einfach loswerden zu können. Er soll diesen Erfolg durch Angebereibeim Hofe durchgesetzt haben, als sei es ein Eingriff in die Majestäts-rechte, vom Urtheil des Königs an das von Rabbinen zu appelliremBeide Parteien sind daher von der Behörde mit Geldstrafe belegtworden b). Das machte ihm aber nur noch mehr Feinde. Mehrereseiner warmen Anhänger, ehemalige Vorsteher, sagten sich von ihmlos und brandmarkten ihn ihrerseits nicht bloß als Ketzer, sondernals Ränkeschmieds. Diese Gegner klagten von neuem beim König überdie seinetwegen eingerissene Zwietracht in der Gemeinde: sie könntenin ihren Prozessen kein unparteiisches Urtheil von ihm erhalten, daer sich bei seinem Rechtsspruch von Haß und Leidenschaft leiten ließet-Auf diese Klage ging der gerechte König ein. Er wollte sich endlichvöllige Gewißheit über den Stand der Sache verschaffen, ob Eibeschützwirklich ein arger Ketzer sei, wie seine Gegner behaupteten, oder eineverfolgte Unschuld, wofür er sich selbst ausgab.

Zu diesem Zwecke forderte der König ein Gutachten über dieAmulete von des Hebräischen kundigen christlichen Professoren undTheologen ein (Ans. 1755). Diese Wendung machte Eibeschütz un-ruhig, er fürchtete, daß die Sache schlimm für ihn ausfallen könnte.Um sich in ein günstiges Licht zu stellen, entschloß er sich zu einem Schritte,den er bis dahin gescheut hatte, durch eine Druckschrift die öffentliche

fl an-- NIM?, x. 50 b, 2p'-'2 NN'-, p. 56 d.

fl ninih das. x. 52 s..

fl Emden nn-, 64. niponnn, ^>. 32 b.

fl Vergl. die Anklagen gegen Eibeschütz von 7 Vorstehern ä. ä. Marche-schwan 5515, beginnend nvrn enm? nion in op-n nn-, p. 62 d 63 l>.

fl niponnn, x. 32 d.