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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

Mögliche herausschrauben könnte, daß vielmehr Eibeschützens Bc-schwörungszettel ganz harmloser Natur seien. So plump auch dieseBeweisführung ist, so war sie doch richtig für die dänische Behördeberechnet, welche weder befähigt, noch aufgelegt war, die Sache tieferzn untersuchen und überhaupt hinter der scheinbar unparteiischenSchutzschrift eines Christen für einen Rabbinen etwas zu suchen. KarlAnton widmete sie dem Könige von Dänemark und legte ihm die Sachedes angeblich unschuldig Verfolgten an's Herz. Sie wirkte, verbundenmit einem andern schlau gewählten Mittel, günstig für Eibeschütz. Erhatte sich nämlich eben so wie hinter einen Täufling, so auch hintereine Fürstin gesteckt. König Friedrich V. hatte (Sommer 1752) einebraunschweigische Prinzessin, Maria Juliane, in zweiter Ehe ge-heirathet.' Am Braunschweigischen Hofe verkehrte ein jüdischer Factor,welcher zu Eibeschützens Anhängern zählte. Dieser machte seinen Ein-fluß mittelbar oder unmittelbar auf die junge dänische Königingeltend, und sie legte ein günstiges Wort für den verketzerten Ober-rabbiner ein H. So kam ss, daß der Amuleten-Prozeß vom Hofe ausmit der Bemerkung niedergeschlagen wurde: daß die meisten Rabbinenbis auf einige Streitsüchtige und Böswillige auf Eibeschützens Seiteständen, was für die Gerechtigkeit seiner Sache spräche. Ein könig-licher Erlaß, welcher diese Streitigkeit fortzusetzen verbot, wurde inder Altonaer Synagoge (7. Febr. 1753) verlesen. Auf Antrag derRegierung wurde von neuem eine Abstimmung der Gemeinde überEibeschütz vorgenommen, die günstig für ihn ausfiel. Darauf leisteteer dem Könige den Eid der Treues, und seine Stellung war nunnoch mehr befestigt. Seine Klugheit hatte zum zweiten Male denSieg davon getragen.

Es war aber ein flüchtiger Sieg. Die Zahl seiner Feinde hatteselbst in Altona durch das tiefe Zerwürfniß und die bessere Kenntniß,die sie von seinem Charakter nach und nach erlangten, bedeutend zu-genommen. Diese Gegner ließen sich nicht so ohne weiteres durch denMachtspruch des Königs beschwichtigen, und sie wurden noch dazu

1) 11,22X11 p. 27 b: IN» (,212>2»1 i>L') H 21 »N21 12^21 112N 121.1 ^2i>2.i21N1N1 12121 22 121'r.2 1W-11 012111 1'22 g',21 (?) 2"»2 22>1 211N21122 1'2211 1'2N11 1112» 11'2 11>1 12121 2V 7l1N1^ 2211" . . . 11122 PNli 211»! 1'1 »111 . .12; 1'^>' "2111 12'N2"» 1>'2 1"l2li "121 1» 211,21 2'2°>i2 1>'11'1 11'22 ;-xi'il 112121122! ,2'211 11'2 1.11P1 1'»21N. Auch 2,2V'2 111p, p. 12 b.

-) Mecklenburgische Gelehrten Nachrichten, Jahrg. 1753, S. 53.Auch in der schlesischen Zeitung Jahrg. 1752, Nachtrag No. 156, S. 190 istein langer Bericht über den Proceß gegen Eibeschütz und das königliche Dekretzu seinen Gunsten mitgetheilt. S. auch Emden a. a. O.