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. Geschichte der Juden.
ein wohlwollendes Schreiben, dos ihm von Polen aus, von einemParteigänger zugekommen war, zeigte, wie verzweifelt seine Sachestand. Jecheskel Landau (geb. um 1720, gest. 1793), erweckte be-reits in der Jugend die Hoffnung, ein zweiter Jonathan Eibeschützan rabbinischer Gelehrsamkeit und Scharfsinn zu werden. Sein Worthatte bereits als Rabbiner von Jampol (Podolien) großes Gewichtgehabt. Landau schrieb in jugendlicher Einfalt geradezu an Eibeschütz:die Amulete, die er zu Gesicht bekommen, seien unzweifelhaft sabba-tianisch-ketzerisch. Er könne daher nicht glauben, daß der so gefeiertefromme Rabbiner von Altona solche geschrieben haben sollte; darumsei er eben so sehr dafür, die Zettel zu verdammen, wie JonathanEibeschütz hoch zu halten und dessen Gegnern den Krieg zu erklären.Nur möge auch er öffentlich die Amulete als ketzerisch verurtheilenund bei Gelegenheit auch die Beschuldigung, als sei er der Verfasserjener Lästerschrift voll unwürdiger Ausdrücke von Gott, (o. S. 328),von sich abwälzen und sie Blatt für Blatt zu verdammen ff. Das waraber für Eibeschütz ein Schlag ins Gesicht von einem Freunde. Erhatte einmal die Amulete als echt anerkannt, nur die Ketzereien sophi-stisch weggedeutelt. Er war in einer schlimmen Lage. Außerdem hatteein Anhänger Emdens den Briefwechsel und die Entscheidung seinerGegner, die sein ganzes Thun und Lassen brandmarkten, sammtden Amuleten in ihrer richtigen Deutung durch den Druck veröffent-licht (Sprache der Wahrheit'), um August 1702 gedruckt). Emdenselbst ließ in Amsterdam die Geschichte des Schwindelmessias Sab-batat Zewi und seiner phantastischen und betrügerischen Nachfolgerbis Chajon und Luzzatto drucken und führte das Unwesen und dieWirrnisse der Sabbatianer lebhaft vor die Augen des damaligen Ge-schlechtes, welches, unbekümmert um geschichtliche Vorgänge, keine odernur geringe, jedenfalls nur verworrene Kunde davon hatte. Dadurchwurde Bielen klar gemacht, daß die sabbatalsche Ketzerei nichts wenigerbezweckte, als den Gott Israels durch ein Hirngespinnst zu entthronenund das Judenthum vermittelst des kabbalistischen Wahnes aufzulösen.Wiewohl Emden in dieser Schrift sich weniger mit Eibeschütz be-schäftigte, so überging er doch nicht manche Spuren, welche, wenigstensin früherer Zeit, dessen Verbindung mit den gesinnungslosen Sabba-tianern verriethen. Das Schlimmste für Eibeschütz war noch, daß
ff S. Note 7.
ff Das bereits genannte new, Emden leugnete seine Autorschaft. EinAuszug daraus in ,,Gelehrte Nachrichten^ Jahrg. 1752 (Rostock und Wismar),S, 41(1 fg., 418 fg.