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Geschichte der Juden.
zweier Monate vor einem rabbinischen Schiedsgerichte von dem Ver-dachte der Urheberschaft der ketzerischen Amulete reinigen sollte, sonstwürde sein Name öffentlich gebrandmarkt werden. Dieser Bannspruchsollte von dem Rabbinat von Venedig durch den Druck überallhinnach dem Orient und Afrika verbreitet werden. Eibeschütz, wüßteaber schlau diesem Schlag zu begegnen. Er wußte den Venetianerubeizubringen, daß er, weit entfernt, ein Sabbatianer zu sein, dieseSekte, welche sich in Polen wieder zu regen begann, mit aller Kraftzu verfolgen unternommen habe. Die italienischen Rabbiner scheutenes überhaupt, sich in diesem hitzigen Streit die Finger zu verbrennen,und wichen jeder ernsten Betheiligung aus. Das Rabbinat vonLivorno und namentlich Maleachi Kohen, der letzte der rabbini-schen Autoritäten Italiens neigtewsich mehr noch auf Eibeschützens Seite ^).Die Portugiesen in Amsterdam und London hielten sich geflissentlichvon diesem häßlichen häuslichen Zwist der Deutschen und Polen untereinander fern^). Nur eiu Amsterdamer Geldmann David Pintonahm für Eibeschütz Partei und bedrohte Emden mit seinem Zorn,wenn er in seiner Anfeindung fortfahren sollte^). Das Constantino-politaner Rabbinat, geblendet von Eibeschützens klangvollem Namenoder sonst wie getäuscht, nahm entschieden Partei für ihn, mochte abernicht geradezu den Bann über seine Gegner aussprechen. Was diesesunterließ, das that ein sogenannter Jerusalemer Sendbote AbrahamIsrael, ein anmaßender Bettler, er verfluchte und verwünschte, ge-wissermaßen als Vertreter des heiligen Landes und Gesanimtisraelsalle Diejenigen, die auch nur ein ehrenrühriges Wort gegen Eibeschützäußern würdenZ. So war denn so ziemlich ganz Israel in denBann gethan, von der einen Seite diejenigen, welche den hoch-angesehenen Oberrabbiner der Drei-Gemeinden anfeindeten, undvon der andern jene, welche den Ketzer unterstützt haben. Damithörte die Wirkung des Bannes überhaupt auf, oder vielmehr er
tembor 1751. Aus dem Schreiben des Amsterdamer Rabbiners das. ä. ä.23. Schebat 1752 ergiebt sich, daß sie damals noch nicht übermittelt war.Aber in einem Schreiben ä. ä. 29. Adar (— 15. März) beruft sich schonI. Falk darauf in 'r mmi> p. 6 s,.
*) Ueber Maleachi Kohen, Verf. des s. Steinschneider 0. L. Nr. 6202.
Sein Schreiben an Emden mn:?n nmn, x. 65 b, auch mir, x. 56 b fg.und im Verein mit dem Livornenser Rabbinat an Eibeschütz 'r x. 22.
°) Busaglo's Schreiben in nvn nee', 60: mrr anieon
°) Mir, x. 65 a (bis).
Z mix mmb, x. 41.