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Geschichte der Juden.
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und seine Jünger in diesem Lande säumten nicht, auf den Wink ihresMeisters sich zusammenzuthun, ihn als das lauterste, sündenfreiesteWesen zu verherrlichen, den Bann auszusprechen, über alle diejenigen,welche etwas gegen ihn schreiben, das Geschriebene drucken, das Ge-druckte lesen, verbreiten oder im Hause behalten sollten. Voran gingendie beiden großen Gemeinden Nikolsburg und Proßnitz, und jedenoch so kleine mährische Gemeinde und jeder Winkelrabbiner folgtenach und stieß in das Horn des Fluches zu Eibeschützens Ehren.Auch einige ungarische und Polnische Gemeinden (Preßbürg, Krakau)mit eibeschützischen Rabbinen folgten diesem Beispiele. Um die Täu-schung zu vollenden, ließ sich Eibeschütz von zwei, der Mystik imhöchsten Grade, der Wahrhaftigkeit aber nur im geringsten Maßeergebenen Männern, Elia Olianow und Samuel Essingen, be-zeugen, daß seine Amulete nichts Verfängliches und Ketzerisches, viel-mehr tiefe orthodoxe Mystik enthielten, die aber nicht Jedermann zu-gänglich sei. Es waren zwei käufliche Menschen, die für Geld allesGewünschte bezeugten. Olianow war ein Abenteurer, der sich durchEuropa und Asien durchgebettelt hat, ein Anhänger Mose ChajimLuzzatto's (o. S. 346). Samuel Essingen batte Samuel Heilmanngegenüber die angeschuldigten Amulete wunderlich und verdächtig ge-funden, nichtsdestoweniger hatte er zu Eibeschützens Gunsten ausgesagt,daß sie harmloser Natur wären i).
Indessen hatte Eibeschütz »och keinen Grund endgültig zutriumphiren. Gerade das Nebermaß der Frechheit des kaum flüggegewordenen Rabbinerleins von Lublin, ergraute Rabbiner in denBann zu thun, rüttelte die Gemeindeführer auf. Ein Schrei derEntrüstung erklang von Lothringen bis Podolieu über diese Anmaßung,hinter welcher man nicht mit Unrecht Eibeschützens Einfluß witterte.Drei Rabbiner thaten sich endlich zusammen: Joschua Falk, LöbHeschels und Samuel Heilmann. Andere schlossen sich an. DerErstere forderte Eibeschütz auf, sich über die ihm zugeschriebenen Amu-lete, die unzweifelhaft ketzerisch lauten, vor mehreren Rabbinen zurechtfertigen. Wie zu erwarten war, wich Eibeschütz jeder Recht-fertigung aus, und so beriethen die Verbündeten, welche Schritteferner gegen ihn eiuzuschlagen seien. Der Skandal wurde immer größer.Die Zeitungen berichteten über den Streit der Juden wegen des Rab-biners von Altona. Die Tragweite verstand das christliche Publikum
fl Das. x. 12 a verglichen mit nun NSW x>. 39 a. Es gab noch einendritten Mantelträgcr, der die Kamiot bald so, bald so deutete: SalomBusaglo, Herausgeber des Sohar, s. nsw x. 59, 69; mn? p. 57a;' nin^ ni:rw x>. 45 l>. -