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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

Luzzatto hielt es auch nicht lange aus, sein Licht so ganz undgar unter den Scheffel zu stellen, und eröffnete anfangs schüchternzweien gleichgesinnten Jünglingen Isaak Marini*) und IsraelTrevcs, daß er von seinem Schutzgeiste den Wink erhalten habe,ihnen einen Einblick in seinen neuen Sohar zu gewähren. Geblendetund entzückt von dieser Meisterschaft wurden diese seine Jünger inder Kabbala. Sie konnten auch ihrerseits das Geheimniß nicht be-wahren. Während seiner Abwesenheit zeigten sie einem durch Paduareisenden palästinensischen Almosensammler ein Stück des LuzzattoschenSohar, und dieser erzählte in Venedig von dem kabbalistischenWunderjüngling (Frühjahr 1729). Die Folge davon war, daß einigevenetianische Kabbalisten den jungen Wundermann in Padua, der auchreich war, aufsuchten. Das bestärkte ihn noch mehr in seiner Schwärmerei.Zn diesen Luzzattisten gesellte sich ein lebhafter, rühriger, ungestümerPole Jekutiel (Kussiel) Gordon aus Wilnas, welcher nach Paduagekommen war, um Medizin zu studiren. Von Luzzatto hören, sichihm anschließen, seine bisherigen Studien fahren lassen und sich derMystik hingeben, war für diesen Polen ein leichter Entschluß. Schwererwar es für ihn, das Geheimniß zu bewahren. Kaum war er vonLuzzatto eingeweiht worden, als er diese neue Wundererscheinnng aus-posaunte und Sendschreiben (Ab und Elnl 1729) nach Wien an dendortigen angesehenen, reichen Kabbalisten Mardochal Jafa Schle-singer (st. 17542) und an den Wilnaer Rabbiner Josua Heschel(st. 1759 4) abschickte. Jekutiel nahm den Mund voll, erzählte, wieder kaum drei und zwanzigjährige Luzzatto täglich geheime Offen-barungen von einem Engel und öfter Besuche von hohen Abge-schiedenen erhalte, von Adam, Abraham, Mose; wie er alle Seelen-wanderungen kenne und jedem seinen Ursprung und Seelenzusammenhang

Messias geträumt hat, Usrsrn Obsrnsä III, p. 115, 135 f. Note 28. Er lässtden Propheten Elia sprechen: -o-o: rim nasm , nnnor-i »222 rm.n nm..ni> b>n :2 n.nn (n.nr:nh pisn 12: 7,2^

r) Luzzatto dichtete ein Lxitbalnrniurn aus dessen Hochzeit mit JudithJtalia (Chaluz II, 106 fg.) Den Grundgedanken bildet der Wettstreit zwischendem Meere (Anspielung auf Narini-irmrtz) und dem Festlands Jtalia (An-spielung auf die Braut). Sie feiern ihre harmonische Versöhnung im Brautpaare.

") S. über denselben Finn Geschichte der Juden von Wilna,

p. 113 fg. (und Kaufmann in UUck XXIII, 256 ff.)

S. über denselben L. Aug. Frankl, Wiener Epitaphien No. 130. JakobEmden verdächtigte ihn und sein erworbenes Gut. mip, x. 21 b, x. 40 b.Anmerkung.

4) S. über ihn Finn a. a. O. x. 109 ff. (und Dembitzer, 'en ni>'8r, II,x. 75 b f.)