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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Surenhuys.

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Verführungen der klassischen Litteratnr hingeben, sondern durch dieBeschäftigung mit der Mischna gewissermaßen die Vorweihe dazuempfangen mögen.Wer ein guter und würdiger Jünger Christisein will, muß vorher Jude werden, oder er muß vorher Spracheund Cultur der Juden aufs innigste kennen und zuerst Mose's Jüngerwerden, ehe er sich den Aposteln anschließt, damit er durch ihn unddie Propheten zu überzeugen vermöge, daß Jesus der Messias sei*)."In diese schwärmerische Vorliebe gerade für denjenigen Stein im Gebäudedes Judenthums, den die Bauleute der Cultur zu verachten Pflegten,schloß Surenhuys auch das Volk, den Träger dieser Gesetze, ein.Er dankte mit vollem Herzen dem Amsterdamer Senat, daß er dieJuden wie einen Augapfel schützte.Um so viel dieses Volk einst alleandern Völker übertraf, bevorzugt ihr es, würdevolle Männer! Deralte Ruhm und die Würde, welche dieses Volk und die Bürger vonJerusalem einst besaßen, alles das ist Euer. Denn die Judengehören Euch innig an, nicht durch Gewalt und Waffen unterworfen,sondern durch Menschlichkeit und Weisheit gewonnen; sie kommenzu Euch und sind glücklich, Eurem republikanischen Regimente zu ge-horchen^)." Surenhuys sprach seinen vollen Unwillen gegen diejenigenaus, welche, nachdem sie Nützliches aus den Schriften der Juden ge-lernt, sie schmähten und mit Koth bewerfen,wie Wegelagerer, welchenachdem sie einen ehrlichen Mann aller Kleider beraubt, ihn mitRuthen zu Tode peitschten und mit Hohn fortschicken ^)." Er hatteden Plan, den ganzen Umfang der rabbinischen Literatur durch dielateinische Sprache der gelehrten Welt zugänglich zu machen^).-Während Surenhuys iu Amsterdam eine solche Begeisterung für diese,nicht gerade glänzende Seite des Judenthums hatte und die Förderungdes Christenthums dariu erblickte (und er stand damit nicht vereinzelt da),klagte ein gemeiner polnischer Jude, der aus Gewinnsucht zum Christen-thum übergegangen war, Aaron Margalita, eine ganz harmlosePartie der jüdischen Literatur . die alte Hagada beim KönigFriedrich von Preußen von neuem der Lästerung gegen das Christen-khum an. Eine in Frankfurt an der Oder veranstaltete Ausgabe der-

st Eint, zu D. I. Außer dem Mischna-Texte sind auch die CommentareMaimuuis und de Bertinoros latinisirt. Dazu noch historische philosophischeund antiquarische Noten von Surenhuys selbst, dann von Geusius (zurOrd. sehr werthvoll-, von Lundius, l'Lvapsrsui, Wagenseil

Scheringam und Anderen.

") Dedication lll I. an die Consulen von Amsterdam.

°) Das.