Knorr von Rosenroth.
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weil er keine jüdische Anleitung hatte, der letztere dagegen sie zu ver-stehen glaubte, weil ihm ein jüdischer Führer, der Rabbiner MerrStern ans Frankfurt a. M, den Faden für dieses Labyrinth gereichthatte *). Das, was im Hebräischen und Chaldäischen wie Spielereieiner müßigen Phantasie aussieht, erhielt durch die lateinische Um-kleidnng einen düstern, fast grauenerregenden Ernst. Beide christlicheMystiker Morus und von Rosenroth wühlten in diesem mystischen
Schutte, den sie für eine metallreiche Fundgrube hielten, um das
Christenthum damit zu vergolden. Am meisten sagte ihnen der„Urmensch" (^.äaw Lsämon), zu, dieser hohle Begriff, welcher einenTheil der Gottheit, alle Wesenheit in der Idee enthalten soll; siedeuteten ihn in den Heiland, Christus, um'-). Das Christenthumsollte durch die Kabbala überzeugend werden — eine schlechte
Empfehlung — nebenher sollte dadurch auch der Stein der Weisengefunden werden. Knorr von Rosenroth, Sohn eines geadelten Pastors,glaubte durch die Kabbala nicht nur Inden für das Christenthumgewinnen, sondern auch der Sektirerei und der Spaltung innerhalbder Christenheit ein Ende machen zu können^). In diesen kabba-
listischen Strudel wurden noch Andere hineingezogen, nicht nur derwirre Mystiker Baron Franz Mercur von Helmont (der Jüngere),sondern auch der Hofphilosoph Leibniz. Dieser deutsche Denker, derlieber französisch schrieb, der gegen Spinoza und sein System sehrvornehm that, suchte nach philosophischer Wahrheit, ohne sie zu finden;er wollte alle Gegensätze ausgleichen, den Protestantismus mit demKatholicismus vereinigen und das Christenthum mit einem klaren
Knorr von Rosenroth verfaßte (eigentlich anonym) Lubdula,äsnnäats,, sivs äoetrinu Ilsbrasorum transasnäsirtalts st, msba-pli^sieg,atgus DdsoloZiu. ^.pparstus pars prima st pars ssormäa in librnm8oliar, Sulzbach 1677. Der dritte Theil: libsr ll'vem ssn porta
Oaslornm, anbors R. ^.brabam Oolrsn Irira (Hsrrsra) Imsitano, undder vierte — recht chaotisch vor dem dritten — und in Zusammenhang mitTh. II. und III.i il.rborss, sivs tabnlas oabbalistüaas, die kabbalistischenFiguren. Knorr wollte den ganzen Sohar nebst den Mbbumim ins Lat. übersetzen,die ersten zwei Theile sind blos Podromen dazu; Th. I. eine kabbalistischeNomenclatur; II enthält Abhandlungen, meistens eine kabbalistische Korre-spondenz mit Heinrich Morus. Ist-No. 8 sagt er: er habe sich zum Ver-ständniß der Lurjanischen Kabbala eines Greises bedient, der als Kabbalistseines gleichen in Deutschland kaum habe, der ihm Lurjanische Manuskriptezugebracht hat. Dieser ssnsx lluäusus war Me'tr Stern, wie Ungerreserirt hat, Wolf III. x. 678. sUeber Merr Stern vgl. Horowitz, Frank-furter Nabb. II, 64 s.sj
2) Knorr von Rosenroth ILubbsIs, äsunäuts, II. p. 185.
Habbalu äsmiäuta. I. p. 26 lind öfter.
Das. II. p. 75.