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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Die messianische Braut Sara.

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Wunderthätigkeit und lassen ihn besonders viele Meerwuuder voll-bringen. Aber Sabbatal reiste nicht zu Wasser, sondern zu Landeüber Hebron und Gaza hin und zurück, wohl mit Anschluß an eineKaravane durch die Wüste. Er erregte bereits so viel Aufmerksamkeit,daß sämmtliche Inden Hebrons bei seinem Aufenthalte die ganze Nachtdurchwachten, um sein Thun und Gebühren zu beobachten st. InKairo angekommen, erhielt er sogleich von Chelebi die für die Be-freiung der Jerusalemer Gemeinde erforderliche Summe und nochdazu eine außerordentlich günstige Gelegenheit, seine messianischenTräume unerwartet bestätigen zu können.

Während des Gemetzels der Juden in Polen durch Chmielnickiwurde ein etwa sechsjähriges verwaistes jüdisches Mädchen von Christengefunden und in einem Kloster untergebracht. Die Eltern waren todt,ein Bruder nach Amsterdam verschlagen, die ganze Gemeinde zerspreng!und flüchtig, und Niemand kümmerte sich um das verlassene Kind, sodaß die Nonnen jenes Klosters den Findling als eine ihnen zugeführteSeele betrachteten und ihm eine christliche und klösterliche Erziehunggaben. Indessen waren die Eindrücke, welche die Waise im elterlichenHause erhalten hatte, so lebendig, daß das Christenthum keinen Ein-gang in ihr Inneres finden konnte; sie blieb dem Judenthume treu.Nichts desto weniger wurde ihre Seele durch die klösterliche Umgebungvon phantastischen Träumen genährt und erhielt eine excentrischeRichtung So entfaltete sie sich zu einer schönen Jungfrau und sehntesich, den Klostermauern zu entfliehen. Eines Tages fanden sie Juden,welche sich wieder in dem Orte angesiedelt hatten, auf dem jüdischenBegräbnißplatze nur mit einem Hemde bekleidet. Erstaunt, ein sechs-zehnjähriges schönes Mädchen in solchem Zustande zu finden, fragtensie sie aus und erhielten zur Antwort: sie sei von jüdischer Abkunftund in einem Kloster erzogen worden. Die Nacht vorher habe sieder Geist ihres Vaters an ihrem Leibe angefaßt und sie aus demBette auf den Begräbnißplatz getragen. Sie zeigte den Frauen zurBewahrheitung ihrer Aussagen Nägelspuren an ihrem Leibe, die vonden Händen ihres Vaters herrühren sollten. Sie scheint im Klosterdie Kunst erlernt zu haben, sich an einem Körpertheile Wundenmalebeizubringen. Die Juden hielten es für gefährlich, ein dem Klosterentflohenes Mädchen in ihrem Orte zu behalten und beförderten sienach Amsterdam. Dort fand sie ihren Bruder wieder. Excentrischund noch mehr von dem mit ihr vorgegangenen Wechsel aufgeregt,

st Abraham Cuenqui, Sabbatäi's Biographie bei Jakob Emden lllora,b bs.-irsrmoi x. 17 s,. b.