Joseph Penso.
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nationalem Interesse hinterlassen, ein Heldengedicht, welches den Riesen-Richter Simson (8awsoo dlarmrsoo) besingt. Die Lorbeeren, welcheder von ihm bewunderte stammgenössische, ältere spanische Dichter MiguelSilveyra mit seinem Epos (Der Makkabäer) gepflückt hatte*), ließenihn nicht ruhen, bis er ein Seitenstück hervorgebracht hatte. Dem ge-blendeten Helden, der sich noch mit seinem Tode an den Philisternrächen wollte, lieh Gomez Verse, welche seine eigene Brust bewegten:
„Ich sterb' für deine Schrift, für deine Religion,
Für deine Lehre, dein geheiligtes Gebot,
Für die durch deine Wahl erkorne Nation,
Für deine hehre Satzung geh' ich in den Tod"^).
Eine andere Seite bieten zwei ausgewanderte Marranen dieserZeit, Vater und Sohn, die beiden Penso's, der einereich au Glücks-gütern und Wohlthätigkeit und der andere an poetischer Begabung.Beide stammten wahrscheinlich aus Espejo (Provinz Cordova), ent-flohen vor der Wuth der Inquisition und ließen sich nach vielem Wechseldes Aufenthaltes zuletzt als Juden in Amsterdam nieder. Isaak Penso(st. 1683,0), ^i: Vater, Bankinhaber, wurde auch Vater der Armen.Er verzehntete die Einkünfte von seinem Vermögen an Nothleidendeund vertheilte bis zu seinem Tode 40000 Gulden. Sein Hinscheideuwurde daher in der Amsterdamer Gemeinde schmerzlich empfunden. —Sein Sohn (Felice) Joseph Penso, auch de la Vega genannt,von seiner mütterlichen Familie (geb. um 1650, st. nach 1703), warauch ein reicher Kaufmann, aber er wandte seine Muße auch der Dicht-kunst zu. Er erweckte bereits mit seiner jungen Stimme, als siebzehn-jähriger Jüngling, das so lange schlummernde Echo der neuhebräischenPoesie und ließ sie den höchsten Ton anschlagen. Kühn unternahmJoseph Penso das Höchste, er verfaßte ein hebräisches Drama. SeitJmanuel Romi seine witzigen Novelletten gedichtet hatte (VII g 268)war die neuhebräische Poesie mit Unfruchtbarkeit geschlagen, worandie zunehmende Ungunst der Zeiten nicht allein Schuld hatte. Moseda Rieti, die Salonicher Dichterschule, haben nur Verse geschmiedet,aber nicht gedichtet. Aber selbst die vollwichtigen Dichter Gabirol undJehuda Halevi hatten nur die lyrische und didaktische Poesie gepflegt,und an das Drama nicht einmal gedacht. Joseph Penso, angehaucht
^) lieber ihn und seinen Vlaoabso, äs los Uios a. a. O. x. 536 fg.; erstarb in Neapel 1636 und hat sich wohl nie offen zum Judenthum bekannt.
Os los U.ios das. p>. 584.
2) De Barrios, Oorona, cts I.sz? p>. 8. Da sein Sohn aus Espejo stammte,so wohnte wohl auch er das. S. über diesen Note 1, IV.
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