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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Spinoza's System.

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anderm außer sich, sondern in sich selbst seine Bedingung habe, dasseine eigene Ursache sei. Diese Substanz kann nur eine sein. Sieallein ist die Trägerin der Nothwendigkeit und Ewigkeit, ist wahrhaftvollkommene Wesenheit und Wirklichkeit, die von Ewigkeit zu Ewigkeitwirkt; es ist Gott. Gott allein ist das Sein und Dasein, ohne ihnexistirt nichts. Er ist der Inbegriff aller Vollkommenheiten undWirklichkeiten, aber Alles in nothwendiger Weise. Sein Wesen istzugleich Macht, d. h. ewige Wirksamkeit, ewige Ruhe und doch ewigesSchaffen und Hervorbringen der Fülle des Seins. Eine unendlicheZahl unendlicher, Wesenhafter Eigenschaften (Attribute) machen GottesWesen aus, von denen jedoch nur zwei dem beschränkten Verständeerkennbar seien: unendliches Denken (IntsIIsetus) und unendliche Aus-dehnung (blxtensio), d. h.. nicht etwa Körperlichkeit und Materialität,sondern Verleiblichung des Denkens. Diese beiden scheinbar grund-verschiedenen Eigenschaften, Denken und Ausdehnung, seien im ewigenBestände Gottes eins, gehören zu einander in unauflöslicher Ver-bindung, so daß es keine reinen Gedanken oder Geister ohne räumlicheAbgeschlossenheit, und kein im Raume eiugeschlossenes Wesen ohne Denk-regung geben könne. So erscheint denn nach Spinoza's AuffassungAlles dasjenige geeint und harmonisch verbunden, was für die Denkerseiner Zeit durch eine Kluft getrennt schien. Hier Gott, und dort dieWelt, hier Geist und dort Körper oder Ausdehnung! Wie wirken diesedrei Grundwesenheiten (Substanzen) auf einander, da sie doch ver-schiedener Natur sind? Antwort: es gebe nur eine einzige Grund-wesenheit und könne nur eine geben, wenn sie die Ursache ihrer selbstsein soll, aber diese Substanz enthalte Geist und Raumerfüllung zu-gleich, als zwei Eigenschaften, die nach ihren eigenen Gesetzen thätigseien. So hoch aber auch Spinoza Gott stellte, oder vielmehr, weil

Giordano Bruno gekannt und benutzt hat; aber eine kabbalistische Quelle hater entschieden gekannt und benutzt, nämlich das mLwr, npv xorta ooslivon Abraham de Herrera, das in Amsterdam ll>56 in hebr. Sprache er-schienen ist. In den ersten Kapiteln dieses kabbalistischen und quasi-philo-sophischen Buches findet man manche Anklänge an Spinoza's xroxositionssim ersten Buche der Ethik. Ich will nur einen Satz hervorheben, welcher denAngelpunkt des spinozistischen Systems bildet: non an «r rm.n irr» nr mm-L.n(I), verglichen mit Ethik I, ikrop. 5: In rsrurn natura, non xossuvt äariäuas aut xlurss substantias ssusäsin naturas srvs attribntr. Auch dieDefinition der Substanz, daß sie das Dasein involvire, findet sich bei Herrera(das.) c>'L>r PMI 'ni>r NL'N mrn rnrw nrn' S 2 LZ i>r, verglichen mit

Spinoza's 1?iop. 7: naturain substantias psrtinst sxistsrs.

De Herrera's Buch verdient nach dieser Seite eine eingehendere Unter-suchung. Ich habe weiterhin auf einige Gedanken hingewiesen, die Spinozaaus der Kabbala oder andern jüdischen Philosophen entlehnt hat.