Leon Modena.
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Leon Modena verkehrte auch sehr viel mit Christen Sein eigenesNaturell, sein geistvolles, mittheilsames Wesen, seine Gelehrsamkeit, wieseine Spielsucht öffneteu ihm, dem leichtlebigen Rabbiner, die Pfortender christlichen Kreise. Christliche Jünger saßen zu seinen Füßen.Der französische Bischof Jacob Plantavicins und der halbverrücktechristliche Kabbalist Jacob Gaffarelli waren seine Jünger. Adligeund Gelehrte correspondirten mit ihm und ließen sich von ihm seineSchriften mit schmeichelhaften Dedicationen widmen. Leon Modenanahm in Italien ungefähr dieselbe Stellung ein, wie Manasse Ben-Israelin Holland. Im Gespräche ernster Männer und im lustigen Kreisevon Spielern hörte er öfter die Ritualen des Jndenthums alskindische Possen verlachen (K,sx äuäsoruw Isx puerorum^). Anfangsvertheidigte er sein Bekenntniß; nach und nach wurde er aber dahindahin gedrängt, dieses und jenes am Jndenthnm als unangemessenund lächerlich einzugestehen; er schämte sich so ganz und gar Jude zusein und alle Consequenzen zu rechtfertigen. Seine Geldbedürfnissebrachten ihn dann dahin, auf das Drängen seiner christlichen Freundeeinzelne Theile und zuletzt den ganzen Umfang des jüdischen Religions-codex in italienischer Sprache dem christlichen Publikum zugänglich zumachen. Ein englischer Lord erlangte von ihm für Geld eine solcheAusarbeitung, mit der Aussicht, sie dem König Jakob I. von Englandzu übergeben, welcher die Eitelkeit auf umfassende Gelehrsamkeit hatte.Später ließ sein christlicher Jünger Gaffarelli diese Schrift „diehebräischen Riten in Paris drucken und widmete sie dem französischen
inou. Cebü schrieb Mai 1619 an Sarai Us Rsbdin gni vous s äääis,ss, trsZsäis, psnd vons Isirs ist pss bssuoonx plus ä'stonnsnr gasinoi Rio a. a. O. x. 101. lieber Sara's Grabschrift vergl. Geiger's Zeitschr.a. a. O. x. 181 su. Berliner a. a. O.s
Einleitung zu Litt, wovon weiter unten.
') Der ursprüngliche Titel ist Historis äsi Litt. Usbrsisi sä obssrvsn^säsAli llsbrsi äi gnsstä tsinxi, zuerst gedruckt Paris 1637, dann vom Vers,umgearbeitet Venedig 1638, ins Französische übersetzt von Richard Simon (Pseudo-nym, 1s sisnr äs Lirnonvills) Paris 1681; auch lateinisch, englisch und holländischübersetzt, in neuester Zeit auch hebräisch unter dem Titel: rnim yiap
mnmv mau von S. Rubin, Wien 1867. lieber Entstehung und Schicksaledesselben, vgl. Modena's Selbstbiographie und Rich. Simon'sPistsos. Bemerkens-werth ist, was Modena über die Censur in seiner Zeit bemerkt, daß, seitdem die.Päpste den Talmud verboten haben, er in Italien von den Juden weder gesehennoch gelesen wird (I?orts II. ssx. 2 Endes. Man muß damit vergleichen, wasR. Simon darüber bemerkt: (I-sttrss ostoisiss I. idlo. 23): rssts guslgns
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