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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

(ibkowoloxia, ausgearbeitet 1616 1625*) und eine ununterbrocheneKette von den Trägern treuer Überlieferung bis auf seine Zeit nach-zuweisen, eine gut gemeinte, aber wenig überzeugende Arbeit. Derwirre Kabbalist Naphtali Frankfurter klagte über einige Zeitgenossen,welche den Talmud verspotteten ^). Das, was in einem kleinen Kreiseals ein dunkles Gefühl oder als Unbehaglichkeit an dem für religiösGeltenden nagte, brachten drei oder vier begabte Persönlichkeiten zugleicher Zeit, aber unabhängig von einander, mit mehr oder wenigerOffenheit zum Bewußtsein. Diese drei, an Charakter, Lebeusgaugund Stellung verschiedenen Wühler waren Uriel Acosta, Inda LeonModena und Joseph Delmedigo; man kann allenfalls nochSimone Luzzato dazu zählen. Sie haben einen Ansatz gemacht,die Schäden und Unzuträglichkeiten des bestehenden Judenthums blos-zulegen; freilich ein Heilmittel anzugeben oder es gar durchzuführen,vermochte keiner von ihnen.

Uriel da Costa (Gabriel Acosta geb. um 1590, st. April1640 2) war eine originelle Erscheinung, dessen innere Gährung undäußerer Lebensgang ihn zum Widerspruche gegen das Judenthum miteiner gewissen Naturnothwendigkeit führen mußten. Er stammte auseiner portugiesischen Marranenfamilie in Oporto, deren Glieder dieSchrecken der Inquisition bereits zu aufrichtigen Christgläubigen ge-

') Uebcr Im. Aboab ist nicht mehr bekannt, als was er selbst in seinem1625 vollendeten (S. 312, 320, 322) Werke blovaoloNs, angiebt, welches seineErben, wahrscheinlich in Amsterdam 1629 Herausgaben. 1603 hielt er inVenedig vor dem Senat eine Rede über die Treue des jüdischen Volkes(S. 290). Cr gedachte nach Palästina auszuwandern und dort zwei Schriftenauszuarbeiten. Im Prolog S. 5 und im letzten Kapitel S. 318 f. bemerkt er,daß er in Italien unter den Juden Zweifler gesunden habe.

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Vergl. die interessante Anfrage an Joel Serk es, Nssx. n "2 Ur. 1: 212 p in?

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Man kann sich eigentlich denken, wie Joel Serkes', des polnischen Rabbi-ners, Bescheid lautete: Wer die Kabbala gering schätzt und sich von der Philo-sophie leiten läßt, verfalle so ipso dem Bann: °,p >212 2222,21 2-222 >222 bp 2 'pbsn

. >12'2 2>'N N22P2 212'2N 2'N H'->12lb>°!N '22N 72-2221 . . . ni>2PN 2222

°) Siehe über Uriel da Costa's Biographie Note 1; vergl. auch Perles,in Frankels Monatsschrift Jhrg. 1877 S. 197 ; Güdemann, Nachbemerkungen das.S. 327.