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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Vital Ealabrese.

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soll den prahlerischen Kabbalisten aus Jerusalem verdrängt haben.Man erzählte sich: Der damalige Beherrscher der heiligen Stadt, Abu-Saifin, habe von ihm, dem Wnnderthäter, verlangt, die damals ver-schüttete Gihonquelle wieder flüssig zu machen. Dieser Probe sei Vitalausgewichen *>. Während seiner Abwesenheit trieben andere Lurja-Jünger in Safet argen Spuk mit einer Frau in Krämpfen, welchedie wunderlichsten Reden gehalten haben soll, vielleicht auch vonmystischen Träumereien angesteckt, wovon die Luft in Safet so zusagen gefüllt war. Eilig berichteten die Adepten der lnrjanischenSchule diese Geisterseherei an die europäischen Gemeinden 2 ).

Nach Safet zurückgekehrt, besuchte Vital nach dem Vorgänge seinesMeisters Gräber, trieb Geisterbeschwörung und noch andere mystischeNarrenspossen, vertrug sich aber schlecht mit seinen Genossen, selbstmit seinem eigenen Schwager, Gedalja Lev i, auf den er neidisch war-Er ließ sich daher dauernd in Damascus nieder (15841620), setztedaselbst seine Mystifikationen fort, that sehr groß mit seiner Persön-lichkeit, als wenn das Heil der Welt auf seinen Schultern ruhte,predigte stets von dem baldigen Erscheinen des Messias und vonseiner Sendung, es zu befördern. Jesus und Mohamed selbst würden,ihre Jrrthümer bereuend, ihre Krone ihm zu Füßen legen-fl. Erwurde zwar von einigen Besonnenen wegen seiner Schwindeleien ver-spottet und als Lügenprophet erklärt, dafür rächte, er sich an ihnendurch empörende Verunglimpfungen st.

Die sittliche Verkehrtheit, welche die Lurjanische Kabbala von derSeelenharmonie ausgestellt hatte, zeigte sich schon bei seinem Haupt-jünger. Vital hatte eine Frau, mit der er sich wegen ihrer Heftigkeitnicht vertragen konnte. Er war daher bald mit seinem Urtheil fertig;sie besitze die Seele eines ehemaligen Mannes und stimme nicht zuder ihm durch die Wanderung zngekommenen Seele. Er speculirte daherauf ihren Tod und träumte schon, er werde eine passende Frau finden,die ihm viel Geld mitbringen werdest.

Im Alter machte er noch einen mystischen Dunst vor: ihm seizwar früher untersagt worden, seine Gesichte und Träume zu offen-baren. Dieser Baun sei aber wieder von ihm genommen worden,

st Asulai s. v. a'm.

2) Elieser Aschkenasi p. 5 d vom Jahre 1580; auch Gedalja

Jbn-Jachja Zoliulsalislst, Absch. von bösen Geistern.

2) Selbstbiographie x. 2 im Traum von 1kl0.

'st Das Die zugleich interessante und anwidernde Erzählung von der Be-sessenen in Damascus von 1609.st Selbstbiographie.

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