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Geschichte der Juden.
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habe den Beruf, den ältesten Sohn Gottes, Israel, in das gelobteLand zurückzuführen *). Auch er trat mit Manasse in Verbindung.
Am meisten warme Verehrer des „Gottes-Volkes" gab es damalsin England und zwar unter denen, die ein gewichtiges Wort im Ratheund im Lager zu sprechen hatten. In einer Zeit, in der die Deutschenwegen Bekenntnißspaltung einander zerfleischt, die Einmischung desAuslandes herbeigerufen und beides, Freiheit und Macht, eingebüßthatten, errang sich England, was ihm nimmermehr geraubt werdenkonnte, religiöse und zugleich politische Freiheit, und diese machte eszum mächtigsten und glücklichsten Lande. In Deutschland verlangtensämmtliche Religionsparteien, Katholiken, Lutheraner und Calvinisten,in selbstsüchtiger Verblendung jede nur für sich Religionsfreiheit, fürdie anderen dagegen hatten sie nur Druck und Verfolgung. DieseSelbstzerfleischung der Deutschen benutzten ihre Fürsten zur Befestigungihrer despotischen Gewalt. In England herrschte zwar unter den Episco-palen, Presbyterianern und Katholiken dieselbe Selbstsucht; aber eserhob sich eine vierte Partei, welche vollständige Religionsfreiheit fürAlle auf ihre Fahne schrieb. Dieser gesinnungstüchtigen und kernigenPartei, den so ungerecht verschrieenen Puritanern, hatten derkopflose Despotismus Ka r l's I. und die Engherzigkeit des langenParlaments die Herrschaft in die Hände gespielt. England glichamal s auch wie Deutschland einem großen, blutgetränkten Schlacht-felde; aber es hatte Männer erzeugt, welche wußten, was sie wollten,dafür ihr Leben einsetzten und daher eine Wiederverjüngung desVolkes bewirkten. Oliver Cromwell war zugleich der Kopf, welcherrichtige Gedanken ersann, und der Arm, der sie verwirklichte. Mitdem Schwerte erkämpfte er und das ihm anhangende Heer Religions-freiheit nicht nur für sich, sondern auch für Andere. Er und seineOfficiere waren allerdings nicht racheerfüllte, beutesüchtige und blut-dürstige Landsknechte, sondern gehobene, geisterfüllte Gottesstreiter,welche zugleich gegen die Bosheit und Falschheit des Herzens zu Feldezogen und eine sittliche Weltordnnng, einen Gottesstaat, herbeiführeuzu können träumten und herbeizuführen unternahmen. Wie einst dieMakkabäer, hatten die puritanischen Krieger „das Schwert in derHand und Gottespreis im Munde". Cromwell und seine Soldatenlasen ebenso oft die Bibel, als sie kämpften. Aber nicht aus demneuen Testamente konnten die „Rundköpfe" ihre Begeisterung und ihren
*) Ueber IliS. ks^rsrs (nicht 1ö I>.) gisbt die sicherste Auskunft RichardSimon, tettrss vboisiss II. No. 1, der auch die Vermuthung ausstellt, daßder präadamitische Mystiker von marranischem Geschlechts gewesen sei.