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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Gelehrsamkeit in Holland.

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bloß das Wahre auf, von welcher Seite es ihm auch zukommen mochte,sondern auch das Unwahre, Alberne, Unsinnige. Den Gespenster-geschichten der Mystiker schenkte er denselben Glauben, wie der Erzählungder Bibel. In die Kabbala und ihre Theorie von der Seelen-wauderung war er förmlich vernarrt ^). Das Gepräge der Unselbst-ständigkeit, der urtheilsloseu Compilation und der Leichtgläubigkeittragen alle seine scheinbar religionsphilosophischen Schriften").

Indessen sahen seine Zeitgenossen Manasse's Schriften mit an-deren Augen an; die darin angehäufte Gelehrsamkeit ans allen Lite-raturgebieten und Sprachen und die Glätte der Form bestachen sieund erregten sogar deren Bewunderung. Von den Juden wurde eraußerordentlich gefeiert; wer nur irgend einen lateinischen, portugiesischenoder spanischen Vers zu Stande bringen konnte, verkündete Manasse'sLob. Aber auch christliche Gelehrte seiner Zeit überschätzten ihn.

In Holland, welches durch das Zusammentreffen vieler Umständeund namentlich durch die große Anregung des Königs der Philologen,Joseph Scaliger, gewissermaßen eine Hochschule geworden war, wurdeim siebzehnten Jahrhundert der Grund zu jener staunenswerten Ge-lehrsamkeit gelegt, welche sich in unifangreichen Folianten ablagerte.Zu keiner Zeit bat es so viel Philologen mit frühreifer Gelehrsamkeit,mit eisernem Gedächtnisse und wunderbarer Hingebung für die Sprach-wissenschaft gegeben, als in der ersten Hälfte des siebzehnten Jahr-hunderts, als wären sie eigens in die Welt gesetzt worden, um dasso lange Vernachlässigte schnell einznholen. Alles, was das Alterthum anSchriftschätzcn hinterlaffen hat, wurde gesammelt und nutzbar gemacht;Staatsmänner wetteiferten darin mit Fachgelehrten. Es kam beidieser Riesensammlung wenig auf Prüfung und Ermittlung des Wahrenund Haltbaren an, sondern lediglich auf massenhaftes Wissen. Diedrei bevorzugten Sprachen des Alterthnms, Griechisch, Lateinisch undHebräisch, und ihre Literatur gründlich zu verstehen, spornte denEhrgeiz Vieler an. Das Hebräische, als Sprache der Religion, genoßnoch eines besonderen Vorzugs, und wer sie gleich den beiden andernverstand, war der Auszeichnung sicher. Joseph Scaliger, das

st Charakteristisch für seine Anschauung ist, was er zum Schluß von rv 2 S 2

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2) Außer der Fortsetzung des Conciliador, 2. Th. erste Propheten 1641,3. Th. letzte Propheten 1656, 4. Th. Hagiographen 1651: ills, issnrrsooion1636, eben so gehalten ist 2 "nn iw- cts tsrrnino vitas lat. 1638; l?rs.Ailicis.<tIiuwmns. 1642, N 2 L 2 über Unsterblichkeit und Seelenwanderung, Las einzigehebr. Werk von ihm 1652.