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Geschichte der Juden.
(wie der grelle Ausdruck lautete) und der verwandten Literatur,rabbinisirten, sammelten Jünger um sich, leiteten ihrerseits ein Lehr-haus und füllten viel Papier mit ihren Bemerkungen, ihren „Neuig-keiten" oder „Entdeckungen" (Obiäckusolüw) und ihren Entscheidungen.Auch ihr Gedankengaug und ihre Ausdrucksweise ist zum Verkennenähnlich.
Von Josua Falk Kohen (b. Alexander, geb. um 1550 st. 1615')läßt sich noch allenfalls sagen, daß er bei umfassender Gelehrsamkeitund großem Scharfsinn, Bescheidenheit besaß und von seinen Meistern,Salomou Lurja und Mose Jsserles, eine gewisse Ordnungsliebe ge-lernt oder wenigstens sich von jener Verwilderung ferngehalten hat.welche aus dem Talmudstoff ein chaotisches Durcheinander machte.Als reifer Mann vertauschte Falk Koheu seine praktische Thätigkeitals Rabbiner, mit der theoretischen als Schulhaupt. Sein reicherund gemeinnütziger Schwiegervater Israel in Lemberg räumte ihmein großes Hans mit Stockwerken zu einem Lehrhause ein, und Falk'sRuf zog begabte Jünglinge hinein. Er genoß so viel Ansehen, daßer zum Mitglieds, vielleicht gar zum Vorsitzenden der Drei- oderVier-Länder-Synode gewählt wurde. Seine Werke — versteht sichrabbinische Commentarien — wurden sehr geschätzt. — Von seinemZeitgenossen Meir Lublin (b. Gedalja, geb. 1554, st. 1616") läßt sichnoch weniger erzählen. Er galt als ein außerordentlich scharfsinnigerAusleger des Talmud und war, kaum ein Dreißiger, bereits Rabbinervon Krakau und später von Lemberg. Den Namen Lublin hatte ervon seiner Geburtsstadt. — Samuel Elieser Edels aus Posen(oder wie er auch genannt wird, Llsliarseda b. Jehuda, geb. um1565 st. in Ostrog 163!^), war ein tiefer Kopf von haarspaltendem
Z Sein Geburtsjahr folgt aus seiner Angabe in Einl. zu oi'u« —>'" 22 ,daß er Zuhörer von S. Lurja und M. Jsserles war. Wolf referirt im NamenUngers, daß I. Falk 1605 gestorben sei (IV. p. 839), das Datum muß aberein Druckfehler sein, für 1615; denn aus genanntem Werke x"oo No. 67 gehthervor, daß der Vers., das Sabbatjahr bestimmend, zwischen 1609 und 1616geschrieben hat. Wichtig ist seine kleine Schrift rwpn oder rooi nn ^ 2 'iion?für die Synode der Drei-Länder. Sein Werk nL-'iri ist zu verschiedenenZeiten gedruckt worden. Citirt wird er unter der Abbreviatur i"ii oderWalk oder Falk Kohen.
-) Sein Sohn theilt in der Einl. zu M. Lublins Nssxx. mit: sein Vatersei 58 Jahr alt geworden, und der Corrector der venetianischen Ausgabe seinerNovellen ll'Lrn 'vx i'nr> bemerkt: er sei gestorben 10 Jjar ,1121 8112 '22d. h. 5376 — 1616. Auch in der Fortsetzung von Gans' in 022 so angegeben.
y Sein Todesjahr theilt die hebr. Zeitschrift mit (Jahrg. I. Ho. 4)nach der ausgefundcnen Grabschrift: N 22 '0 ^ Lvo
Nov. 1631. Daß er aus Posen stammte, gicbt er öfter in seinen Novellen an