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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Die Juden zu Ende des 30jährigen Krieges.

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annehmen, daß die Inden durch den verheerenden Krieg nicht allzuvielverloren haben. Mährend die christliche Bevölkerung durchweg ver-armt war und mit Noth zu kämpfen hatte ein Hauptumstand,welcher die Fürsten zum Abschluß des westphälischen Friedens geneigtmachte hatten die Inden doch noch etwas errettet. Die Beute derPlünderungen so vieler Städte ging durch ihre Hände, und wenn sieauch durch Stenerleistung außerordentlich angespannt waren, behieltensie doch immer einen Gewinn davon. Daher kam es, daß, als geradenach Beendigung des dreißigjährigen Krieges große Massen flüchtigerGlaubensgenossen aus Polen durch Deutschland kamen, sie von dendeutschen Gemeinden brüderlich unterstützt werden konnten. DieJuden Polens wurden nämlich damals zum ersten Male von einerausgedehnten blutigen Verfolgung heimgesucht. Der Leidenskelch sollteauch an ihnen nicht vorübergehen.

thümer zuzustsllen, ohne den Namen des Betheiligten zu nennen. Der damaligeVice-Statthalter, Rudolf Waldstsin, begnügte sich aber nicht damit, sondernverlangte den Namen des Käufers zu wissen, und als dieses verweigert wurde,ließ er für den damaligen Vorsteher, einen würdigen Greis, Jakob TeomimLämmel, eigens einen Galgen auf dem Schinderberg bauen und bedrohte ihnmit dem Strange, falls er nicht den Hehler zur Stelle brächte. Der Käufermußte genannt werden, und er sollte den Galgentod erleiden. Erst nach ange-strengter Bemühung gelang es, den Vice-Statthalter zu beschwichtigen, dieTodesstrafe in eine Geldstrafe von 10,606 fl. zu verwandeln. Diese Summebestimmte Waldstein als Stammkapital für eine Stiftung zur Bekehrung derJuden. S. auch v. Herrman a. a. O. S. 56.