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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Jude».

zu werden, Paul de Pina, oder Rsuel Jesurun (IXg. S. 484)dichtete für eine feierliche Gelegenheit Wechselgesänge in portugiesischerSprache, welche von sieben Jünglingen vorgetragen wurden, um dieerste Synagoge (Lot llakob) zu verherrlichen (1624). Die Berge desheiligen Landes: Sinai, Hör, Nebo, Garisim, Karmel, Zetim (Oelberg)wurden redend eingeführt, um die Vortrefflichkeit des israelitischenGottesbekenntnisses, des jüdischen Gesetzes, des jüdischen Volkes inwohlklingenden Versen zu feiern. Zetim, dargestellt von DavidBelmonte, einem der acht würdigen Söhne des für die Gründungder Amsterdamer Gemeinde so eifrigen Jakob Israel Belmonte(IXg. S- 480), Pries diejenigen glücklich, welche auserwählt wurden,den einigen Gott zu bekennen. Der Sinai, von Abraham de Fonsecadargestellt, sprach:Wie selig ist der zu nennen, der Tag und Nachtdem Gesetze Gottes nachsinnt". Die heiligen Höhen vermissen indeßden Hauptberg Zion, und als er sich endlich blicken läßt (Isaak CoenLobato), bewillkommen ihn die übrigen voll Jubel, als den Ergänzerder heiligen Siebenzahl. In wohlgesetzten Versen preisen sie dietausend Gnadenwege, welche Gott sein Volk von den Urzeiten bis ansdie Gegenwart geführt hat^)- Die Einheit Gottes, die Heiligkeit desGesetzes und die Erwartungen der messianischen Gnadenzeit, von densefardischen Marranen tiefer empfunden, als neugewonnene, gewisser-maßen mit Blut erkaufte Ueberzeugungen, das waren unerschöpflicheThemata für ihre Poesie. Im Hintergründe glänzender Gemälde zeigtesie aber stets die schauerlichen Kerker, die Molochspriester und denlodernden Flammenschein der Inquisition. Diese zugleich fröhliche unddüstere Stimmung der Amsterdamer marranischen Juden veranschaulichteein tiefsinniger Dichter treu und farbenreich, David Abenatar Melo(blühte um 1600 1625). Im Scheinchristenthum in Spanien ge-boren, hatte die argusäugige Inquisition auch ihn in eine ihrermörderischen Höhlen gebracht und mehrere Jahre darin schmachtenlassen. Die Kerkernacht hat aber, wie er selbst erzählt, seinen Geisterleuchtet; Melo lernte in der düstern Umgebung seinen Gott erkennen.Unter eigenen Umständen von der Inquisition und dem Höllenrachen

u Os Larrios theilt auf einem Blättchen als Eingang zu einem Sonettmit: ^1 äialoZo äs los 8ists ruontss qus oorupuso Uolrsl ässuruu,rsprsssudaroulo su la sirmAvAS, äs Xlustslaäaiua äs Ost.Isliavok s,No äs5384. Indeß muß das. emendirt werden: Oavlä äs Oslruonis (rsprsssutüä 2stlru, statt 2sriru. S. auch dessen Nriuiuplro äs Zovtsrua populäroder Oasa äs cks-eoli p. 24. Kayserling, Sephardim p. 340, Note 102 gabaus einer Handschrift den Anfang der Berg-Dialoge; sie sind gedruckt Amster-dam l767.