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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Geschichte der Juden.

größerer Höfe geöffnet und ihm verschiedene Ehrentitel gespendet, insbesonderevon dem Landgrafen zu Cassel, vom Fürsten zu Jssnburg-Birstein und von demspäteren Großherzog Ludwig I. zu Darmstadt, dessen Bruder, Prinz Emil,Breidenbach's Hausfreund war. Durch diese Connexionen wurde es ihm mög-lich, seinen Einfluß zu Gunsten der Juden bei Abschaffung des Leibzolls geltendzu machen. Für die israelitische Gemeinde in Offenbach hat er nichts geleistet,außer daß er 1821 auf seine Kosten das Innere der Synagoge erneuern undausschmücken ließ. Er hatte aus reichen Familien drei Frauen geheirathet,welche er überlebte. Nach seinem Tode erbten sein großes Vermögen seine dreiKinder, seine Tochter Sara verheirathet mit Abrh. Gans aus Cassel, und seinebeiden Söhne Moritz und Isaak (jetzt Juliusi. Beide ließen sich nach demTode des Vaters taufen. Ersterer starb zu Darmstadt als Grohh. Ministerial-rath, letzterer lebt noch jetzt (61 Jahr alt) als Großh. Gesandter zu Stuttgart s

Auf der Grabschrift lautet sein Titel: rr-nrrir! sba,i 2 .ni 0 : 122 , 1 : 2 '^i

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Als Ergänzung zum Biographischen sei noch angeführt, was sein FreundWolf Heidenheim 1806 über ihn schrieb (Vorwort zu seiner Machsor-Edition, Theil LeliaBnot). Er bemerkt, daß er besonders dabei von Breidenbachunterstützt wurde. b?'i 2 i 2 >ni nun i"i: -s7m: i"ii 201:021 . . np: 2:1 i:z

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Im Theil II für Neujahr, bei Uebersetzung der Partie iuii> >n'nn, bemerktHeidenheim:Diese Uebersetzung erhielt ich von einem verehrungswürdigenFreunde, seine Bescheidenheit erlaubt mir nicht, seinen Namen zu nennen".

Durch diese Bescheidenheit wußte die jüdische Nachwelt nicht, daß sie Breidenbachdie Befreiung vom Leibzoll in West- und Süddentichland zu verdanken hat.Gleichzeitig mit Jacobson in Braunschweig erlangte Breidenbach die Aufhebungdesselben in Isenburg 25. April 1803 (Scheppler, S. 81). Auch bei dem ReichskanzlerKarl von Dalberg, dem in Folge des Lüneburger Friedens Regensburg,Aschaffenburg und Wetzlar zugefallen war, setzte er die Befreiung für Regensburgdurch. Dieser judensreundliche, allerdings schwache halbgeistliche Regent (s. o.S. 284), unterstützte Breidenbach auf's Kräftigste. In einer Urkunde stellte erihm das Zeugnis) aus,daß seine menschenfreundlichen, persönlichen Verwendungenihm zum Ruhm und Ehre gereichen" >,das. Urkunde XVI, S. 167). Mitseinem Beistände dachte Breidenbach auf dem Reichstage zu Regensburg die Be-freiung für ganz Deutschland mit einem Schlage durchzusetzen. Zu diesemZwecke hielt er sich mehrere Wochen in Regensburg auf, (das. S. 82. 83).Doch so leicht war in Deutschland keine Entjochung zu erlangen. Breidenbachsah ein, daß Geld dazu nöthig sein werde, theils um durch Spenden an dieArmen die städtische Bevölkerung und die Geistlichkeit dafür zu gewinnen, theilsum die abrathenden Räthe zu beschwichtigen und endlich um die kleinen Fürstenselbst, welche sich an den Leibzoll, als an einen Theil ihrer Souveränität, sest-klammerten, durch brillantes Spielzeug geneigt zu machen. Zu diesem Zweckeerließ Breidenbach einen Aufruf an die Gesammtjudenheit, einen Fond dafürzusammen zu schießen. Dieser Aufruf, gedruckt zwischen 3. und 9. Tischri19.25. September 1803, in der Heidcnheimischen Druckerei, ging ohne Zweifel