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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
Entstehung
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Geschichte der Juden.

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Die Entstehung des Chastidiomus in Polen.

Der Chaßidismus, dieser häßliche Auswuchs des Judcnthums, der gleich-zeitig mit der Aufklärerei in Deutschland entstand, hat auch schon seine Litteratur,wie sich denken läßt. Nichts desto weniger kann man behaupten, daß der Ur-sprung desselben noch nicht kritisch sixirt ist. Auch pathologische Erscheinungenin der Geschichte haben eine naturgemäße Entwickelung und einen Fortschritt.Man muß daher den ersten Keim und Ansatz von dem späteren Verlauf scharfauseinanderhalten. In der satyrisch-burlesken Schrift p2-m- 22-2 von I. Perl,einem sehr gelungenen Seitenstück zu den spistolas odsouroium virornm (er-schienen 1819), in welcher der Chaßidismus in pnii8 >mtnralidu8 auftritt, ist dieseDistinktion der Zeiten oder des Ursprunges und Verlaufes nicht beachtet, weiles dem Vers, nicht um geschichtliche Darstellung zu thun war. Nichts destoweniger wurde diese Schrift bisher als Hauptquells angesehen, wie denn über-haupt die Nachrichten, welche Perl lieferte, die Grundlage für die Darstellungdes Chaßidismus bei Jost bildeten. Aber Perl konnte weder genau die erstenAnfänge des Chaßidismus angeben, noch die Diadoche der Häupter feststellen.Er wußte wenig von Beer Miziricz zu berichten, der viel mehr als der ersteStifter zur Ausbildung, Erstarkung und Vermehrung der Sekte beigetragen hat.Naturgemäß macht jedes apostolische Zeitalter mehr Propaganda als der Initiator.Es ist daher nothwendig, die Genesis und die Entwickelung der jetzt um sichgreifenden Sekte zu fixiren. Dazu ist aber eine Uebersicht der Quellen und einekritische Prüfung derselben nothwendig.

Die Quellen wollen wir in hebräische und nichthebräische, und die ersteRubrik in chaßidäische und gegnerische eintheilen.

I. Hebräische Quellen chaßidäischen Ursprungs.

1) Glaubwürdige historische Nachrichten von chaßidäischen Autoren gicbtes im Grunde nicht. Die Führer waren von Hause aus dem Schreiben abge-neigt. Gewöhnlich wird als Hauptquelle 2-2 22, 2>-2 -222- angegeben *). Alleinihre Authenticität wird selbst von einem Chaßid bezweifelt, oder vielmehr derVerfasser wird beschuldigt, Falsches hineingebracht zu haben (Waiden, 2-222:2 22-sann I, Jod 280: mal (12 2-p2 mar- 2222) 12^2 »22 22m 2-822 2>"22 2222 2: .imc'prwi, 2- pich. Nur in so fern es mit anderen Quellen übereinstimmt, läßt sichFaktisches daraus entnehmen.

2) Wichtig ist für die Anfänge ein hebräischer Brief Israel Bescht'san seinen Schwager Verschon Kutower, der nach Palästina ausgewandertwar. Er ist abgedruckt in Jakob Joseph's qm- 22,-- 12 Ende und in 212 22- ">22

ch Jost giebt irrthümlich an, der Verfasser sei Schwiegersohn des B eschtgewesen, er war Schwiegersohn des Jakob Joseph Kohen aus Polonoie, deschaßidäischen Predigers, des Verfassers von qm- 2,2p- 212^12 und qm- 22,2sDcr Vf. war vielmehr der Schwiegersohn des Schächters R. Alexander, deracht Jahre im Hause des Bescht 22,2 war. Vgl. l-"m»2 >2212 k. 4 u., vgl. D. Ca-hana, im Jahrg. V, d. 22122, S. 500, Anm 3j. Es ist zuerst 1815 gedruckt.Das '22W ist auch 8. u. sb I. (Lemberg) unter dem Titel 2-2-22 b.2,2 in einerandern Ordnung überarbeitet. Es enthält auch sagenhafte Nachrichten von späterenchaßidäische» Oberen.