Note 1.
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Sie ist jetzt mit dem handschriftlichen Nachlaß Landshuth's Eigenthum des Sani-tätsraths vr. Neumann in Berlin geworden).
Der zweite Gegner war Solomo Dob Berusch, Rabbiner von Glogau.Friedländer bemerkt zur Einleitung zu einem Briefe Mendelssohn's an ihn (ges.Schr. V, S. 493): „Der . . . Brief war bestimmt . . . um den alten Wesselygegen die Verfolgung des Ob. Land Rabb. sHirschel Levin) zu schützen, welcherbesonders von den Rabbinern in Glogau und Lissa aufgereizt, willenswar, dem Wessely das Drucken zu verbieten". Aus Mendelssohn's Schreibenan Friedländer geht hervor, daß die Rabbiner von Lissa und Glogau Frühjahr1782 an Hirsche! Levin zur Verketzerung Wessely's geschrieben hatten (das. S. 594).Dieser Salomo Berusch in Glogau war der Bruder des Naphtali Herz vonDubno, welcher Sal. Dubno von Mendelssohn abgezogen hat (o. S. 544) undebenfalls ein Feind von Neuerungen und besonders von Bildungsschulen (vergl.über ihn Auerbach a. a. O. S. 67 und Waiden a. a. O. I, 8e>iin No. 25). Wiemir H. vr. I. Klein, Rabbiner von Glogau mit Gefälligkeit brieflich mittheilte,starb Salomo Berusch 3. Tammus 1784. sVgl. Grabschrift bei Landshuth, a. a.O. S. 31, wo vermuthlich verlesen ist für r"vpr>). Glogau galt damals alseine polnische Gemeinde, daher konnte ihn Wessely „Rabbiner aus Polen" nennen.*)— Der dritte Gegner war ohne Zweifel der Rabbiner von Posen, Joseph b.Pinchas, vom Volke Zaddik genannt (fungirte 1780—1801, Perles Geschichteder Juden in Posen, S. 126). Joseph Zaddik war Schwiegersohn Ez. Landau's,und da dieser Wessely befehdete, so konnte es nicht fehlen, daß auch sein Schwieger-sohn sich ihm angeschlossen hat. — Wie Mendelssohn schrieb (das. S. 602):„fuhren aus allen Gegenden Polen's Bannstrahlen über W. zusammen, und esfehlte nicht wenig, so waren auch seine deutschen Mitbrüdsr wider ihn inHarnisch."
Was die chronologische Reihenfolge der Wessely'schen Sendschreiben betrifft,so ist dabei zu berichtigen, daß das zweite fälschlich das Datum rn 'r anträgt, sJn Lmv mrrwL, S. 69, trägt es am Ende das Datum, Mittwoch,10 Jjjar 1782.), da er im dritten (das. S. 77) selbst schreibt: w
oiLin i» 'r.n ' 2 . 1:2 nr' viin nm 'irm. Vom selben Monate
und Jahr ist auch der Brief an die Triestiner Gemeinde datirt, worin er ihnenden Verlauf seiner Anfechtungen erzählt und sie um Verzeihung bittet, daß ersich erlaubt habe, eine fingirte Antwort, auf ein von ihr angeblich erhaltenesSchreiben an sie zu richten (Xerem Oliemeck I. p. 7:.. du
or'bn N'Zr: crim ubr.re' ipm r.idO.n nrirm mn 2.2:2.-!
w ^:v.) Das zweite Sendschreiben stammt also vom Frühjahr 1782
und ist an die Triestiner Gemeinde gerichtet. Das dritte ist erst Frühjahr 1784vollendet, eine Zusammenstellung der anerkennenden Schreiben, die ihm ausItalien zugekommen waren, und das vierte ist datirt Frühjahr 1785.
*) sDatz die Combination, der Gloganer Rabbiner habe zu Wesselys Gegnerngehört, unhaltbar ist, hat bereits Güdemann in der Monatsschrift für Gesch. u.Wissenschaft des Judenthums (XIX, S. 480) nachgewiesen und Graetz selber(a. a. O. XX, S. 465 s.) zugegeben, vgl. oben S. 89. Für den dritten möchteich den Tajjan R. Elia b. Schabtai Chefez in Wilna (starb 1790) halten; vgl.Finn, roOn: S. 173).
Graetz, Geschichte der Juden. XI.
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