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Geschichte der Juden.
Zeichnung begleiteten: „Nachdem uns vorgetragen worden, daß unsergetreuer und sehr lieber Sir Moses Montefiore. ... in Folge derNachrichten, die er aus dem Morgenlande erhielt, daß eine AnzahlJuden zu Damaskus und Rhodns eingekerkert und gemartert, und vieleKinder eingekerkert und fast aller Nahrung beraubt, mehrere Personenaber gefoltert wurden bis sie starben, alles wegen der Beschuldigung, daß dieJuden den Priester Tomaso getödtet hätten, gemäß seinem freiwilligenAnerbieten . . in Begleitung Lady Montefiore's nach Alexandrien gereistwar, in der Absicht, die Unwahrheit der Beschuldigung zu erweisenund die Sache seiner unglücklichen und verfolgten Brüder zu vertreten;daß er ... so glücklich war, vom Pascha ... Mehemet Ali die ehrenhafteFreilassung der angektagten Personen, welche eingekerkert waren, und dieErlaubniß für die Entflohenen zur Heimkehr zu erlangen, daß er daraufnach Constaniinopel gereist ist und . . von Sr. kaiserlichen Majestät, demSultan Abdul Medschid, einen Ferman erhielt, welcher die Juden fürunschuldig erklärt und allen zur jüdischen Religion sich bekennendenPersonen unter türkischer Herrschaft gleiche Rechte mit allen andernUnterthanen sichert — so haben wir Vorbesagtes in unsere königlicheBetrachtung genommen und wünschen dem genannten Sir MosesMontefiore unser besonderes Zeichen unserer königlichen Gewogenheitzu geben, als Andenken an diese seine anhaltenden Bemühungen zuGunsten seiner gekränkten und verfolgten Brüder im Morgenlandeund der Nation im Allgemeinen" ^). Es war ein Stück Geschichteder Inden der neuen Zeit, aus dem Munde einer Königin erzählt.
Gegen diese Auszeichnung stach zwar als sehr kleinlich der Vor-schlag einiger französischer Gemeinden des Oberrheins ab, dahin gehend,zum Dank für Crömieux eine Denkmünze prägen zu lassen. Dennauch sie theilten den allgemeinen Wunsch und sagten: „Es gebührtsich, für die künftigen Geschlechter das Andenken der israelitischenGeschichtsereignisse von 1840 zu verewigen" 2 ). Cremieux wies übrigensdas Anerbieten ab. Wie aber diese freudigen und nationalen Er-innerungen verewigt werden sollten, darüber herrschte überall Rath-losigkeit. Crömieux forderte die französischen und auswärtigen Judenauf, die von ihm in Alexandrien und Kairo gegründeten Schulen durchBeiträge zu unterstützen. Es gingen ihm indeß nur wenige Spendenzu, und die Unterhaltung von Crsmieux-Schulen in Egypten standmit der Hauptsache nur in zufälliger Verbindung und mar nicht ge-eignet, das Hochgefühl der Juden dauernd zu erhalten. Das Londoner
') Orient, Jahrg. 1841, S. 217 f.
2 ) ^.robivss Israeliles, Jahrg. 1841, p. 181.