Schritte der Juden in London.
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Sendung betraut, setzte sich Crsmieux mit den jüdischen Spitzen inLondon in Verbindung.
Hier war nämlich ein Comits ans den edelsten und angesehenstenJuden zusammengetreten, dem selbstverständlichMontefiore und Roth-schild angehörten, und dieses faßte in einer Versammlung in derVorhalle einer Synagoge am 15. Juni den wichtigen Beschluß, daßder Erstere mit einer von ihm selbst beliebig erwählten Begleitung imVerein mit Crsmieux die Reise nach Egypten antreten sollte, „umvermöge seiner gewichtigen Stimme und seines Eifers am Hofe desPascha die Juden von England zu repräsentireu und die verfolgtenBrüder im Morgenlande zu vertheidigen." Selbstverständlich wurdeauch bei dieser Berathuug beschlossen, bedeutende Summen zusammen-zuschießen, weil vorausznsehen war, daß solche erforderlich sein würden,nicht etwa um durch Bestechung den schwebenden Proceß in Damaskusgewinnen zu machen, sondern um durch wirksame Mittel den Urheberdes Mordes an Pater Tomaso zu entdecken. Tausend Pfund Sterlingwurden von dem Comits als Preis für den Entdecker desselben aus-gesetzt. Die Bereitwilligkeit der Juden, Geldopfer zu bringen, zeigtesich bei dieser Gelegenheit wieder im glänzendsten Lichte. Unbemitteltewie Millionäre spendeten ihre Beiträge für die gerechte Sache. DasComits veranlaßte auch, daß sich die unverfälschte öffentliche Meinung,wie sie nur in England durch das Parlament möglich ist, für dieJuden aussprechen sollte. Robert Peel übernahm mit seiner gewich-tigen Stimme diesen Auftrag.
Die Sitzung des englischen Parlaments (Unterhaus vom 22. Juni)giebt einen interessanten Vergleich zu der Sitzung der französischenDeputirtenkammer in derselben Zeit und derselben Sache. Mit Rechtleitete Peel seine Anfrage an die Minister mit den Worten ein: „daßcs nur der Erwähnung im Unterhause bedürfe, um die Erreichung desgroßen Zwecks der Gerechtigkeit und Menschlichkeit zu erleichtern."Lord Palmerston antwortete darauf ganz anders als Thiers- „Erhabe bereits dem englischen Generalconsul Hodges die Weisung er-theilt, Mehmet Ali vorzustelleu, welche Wirkung die Kunde von solchenGrausamkeiten in Europa Hervorbringen müsse, und daß es in seinemeigenen Interesse läge, die Sache so zu untersuchen, daß die Schuldigen,wenn solche vorhanden, zur Strafe gezogen, die unglücklichen Schlacht-opfer dagegen entschädigt werden möchten, wenn dies noch möglich sei.Er (Lord Palmerstou) habe auch dem Consul Ihrer Majestät inDamaskus Verhaltungsbefehle zugesandt, damit er dem Geschehenennachforsche und einen genauen Bericht darüber, solvie über den Autheil,den die europäischen Consule au der Sache genommen, einseude." Ein
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