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Geschichte der Juden.
anderes Parlamentsmitglied, Lord Ashley, bemerkte: „Er fühle sichgedrungen, dem Eifer und der Thätigkeit des Ministers in Verfolgungseiner Bemühungen zum Besten der Juden von Damaskus und derJuden im Allgemeinen öffentlich seine Achtung zu zollen. Er habekürzlich Briefe aus dem Orient bekommen, welche Gelderpressung alsden einzigen Zweck der gegen die Juden verübten schauderhaften Greuel-thaten bezeichnen." — Die englische Luft machte auch Diejenigen fürdie Freiheit empfänglich, welche die Knechtung der Geister und Leiberznm Dogma zu erheben pflegten. O'Connel, der feurige irische Agi-tator für die Gleichstellung der Katholiken in England, regte bei dieserGelegenheit im Parlamente den Gedanken an, daß auch den Judendieses Gut zu Theil werden möge. „Kräftiger und dringender wärendie Bemerkungen gewesen, wenn ein Mitglied dieses Hauses, das demGlauben der Angeklagten angehörte, sie hätte anssprechen können. DieRegierung sollte ein Gesetz für die völlige Gleichstellung der Judeneinbringen". So sprach England ans dem Munde seiner würdigstenVertreter.
Tages darauf (23. Juni) trat eine zahlreiche Versammlung derangesehensten Juden in London in der großen Synagoge zusammen,um die Schlußberathung für die Absendung Moutefiore's nach Egyptenzu halten. Es zeigte sich bei dieser Gelegenheit, welch' einen Kreisvon edlen Juden England beherbergte, und von welchem Hochgefühleihr Geist für das Jndenthum und dessen Glieder beseelt war. Bisdahin hatten die englischen Juden fast gar nicht in die jüdische Ge-schichte eingegriffen. Sie hatten sich wegen ihrer geringen Anzahl nurempfangend verhalten. Aber so wie sie zum ersten Male thätig anf-traten, haben sie ein mächtiges Selbstgefühl gezeigt und ein erweckendesBeispiel für Andere gegeben. Montefiore, de Castro, Rothschild,van Oven, D. Salomons und viele Andere sprachen und handeltenals selbstbewußte Juden, welche die größten Opfer zu bringen bereitwaren, um ihrem angeschuldigten Bekenntnisse znm Triumphe zu ver-helfen. Der greise Rabbiner Herschel, der eine Reihe rabbinischerAhnen zählte bis auf Chacham Zebi und noch höher hinauf, war beidieser glänzenden Versammlung anwesend. Auch Cromieux hatte sichaus Paris eingefunden. Die Versammlung sprach zuerst den Männern,Christen wie Inden, ihren Dank aus, welche sich mit Eifer für dieUnglücklichen von Damaskus verwendet hatten: James von Roth-schild, der den Verarmten und Beraubten in Damaskus bedeutendeUnterstützung hatte zukommen lassen, Metternich und seinen AgentenLaurin und Merlato und auch dem englischen Consnl Hodges.Barnard van Oven hielt eine feurige, doch sachgemäße und mit vielem