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Geschichte der Juden.
diesem Volke liege der Schlüssel zur Geschichte des ganzen Erdkreises.Die göttliche Gnade, die sie früher geleitet hat, walte noch überihnen in der Verbannung und der Fremde. Die Verheißungen, welchedie Propheten für den israelitischen Stamm ausgesprochen haben,werden nicht zur Erde fallen; er werde noch einmal in dem heiligenLande seiner Väter versammelt werden. Alle Völker der Erde, welchedurch die Juden das Heil empfangen haben, müßten aus Pflicht derDankbarkeit ihnen die größten Ehren und ungemessene Wohlthaten er-weisen und erst recht das Schuldbewusstsein tilgen, daß sie dieses gott-begnadete Volk so grausig verfolgt haben. Für ihre vollständige Be-freiung sei gerade der gegenwärtige Augenblick höchst günstig. Esspreche dafür das Wort Gottes, die öffentliche Meinung und die Er-fahrung der Vergangenheit. Ihre Gleichstellung in Frankreich undHolland habe diesen Ländern keinerlei Schaden gebracht. Es habensich allerdings in einigen Ländern fanatische und engherzige Schreiergegen die Emancipation der Juden vernehmen lassen; aber diese bildeneben so wenig die öffentliche Meinung, als das wüthende Geschreieiniger amerikanischen Pflanzer gegen die Unterdrückung der Sklaverei').Daß gerade in Polen so viele Hunderttausende von Juden angehäuftseien, das sei ganz besonders ein Fingerzeig der göttlichen Vorsehung,daß sie durch diese Söhne Abrahams unter dem Schutze eines fürst-lichen, majestätischen Triumvirats die Erfüllung der Verheißung andie Erzväter vorbereiten wolle. Von da, vom Norden aus, müsseihre Wiederherstellung beginnen. Solches bedeute der Ruf der gött-lichen Stimme im Propheten Jesaicn „O Norden, gieb heraus, undSüden halte nicht zurück"). Wenn Way auch ein Schwärmer warund die Nothwendigkeit der Emancipation mystisch aus prophetischenund apokalyptischen Versen beweisen wollte, so war er doch auchpraktischer Engländer genug, um den Majestäten vorrechnen zu können,welchen Nutzen die emancipirten Juden den Staaten bringen würden.Andererseits gab er zu, daß manches Unzukömmliche, unangenehmStörende von den Juden durch Schulbildung und Gesetzgebung ent-fernt werden müsse. Aber das Grundwesen der Juden, ihre nationale^ Eigenart, das sei ein heiliges Gut, das nicht angetastet werden dürfe.Es sei das unsichtbare Band, welches die Vergangenheit des israeli-tischen Volkes mit dessen Zukunft, ja die Vergangenheit des Menschen-geschlechts mit der Zukunft verknüpfe; die Erfüllung der Zeiten hangevon Israel ab.
st Das. Usmoirss, x. 63.
st Das. p. 23 nach Jesaia 6ax. 43, 6.