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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Die Vertheidiger der Juden.

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dem Talmud hat man überhaupt meist ganz unrichtige Begriffe. Manbeurtheilt ihn nach einigen von Eisenmenger und Andern heraus-gegebenen widersinnigen und zum Theil abscheulichen Stellen." EwaldZog zur Beschämung der Judenfresser talmudische Aussprüche heran,welche den Ackerbau, das mühsame Handwerk, die Arbeit, die hin-gebende Sittlichkeit dringend empfehlen. Auch aus England und Frank-reich tönten Mahnrufe an die Deutschen, sich mit ihrem wahnsinnigenJudenhaß nicht ein Armuthszeugniß auszustellen. Ein englisches Blattmeinte, die Stadt Lübeck, sowie alle freien Städte müßten wegen ihrerbewiesenen mittelalterlichen Unduldsamkeit gegen die Juden seitens desdeutschen Bundes ihrer Unabhängigkeit verlustig erklärt werden, vonder sie einen so sträflichen Gebrauch gemacht Habens. Ein französischerSchriftsteller M. Bail 2) redete mit glühender Begeisterung den Ge-schmähten das Wort und bedeckte deren deutsche Feinde mit demBrandmal der Schmach.Die jüdische Nation trägt mehr als jedeandere in hohem Grade den antiken und geheiligten Charakter, welcherErstaunen erregt. Ich kann nie einem Rabbinen mit weißem Bartegeschmückt begegnen, ohne an die ehrwürdigen Patriarchen zu denken.Nichts ist erhebender bei den Israeliten, als das feierliche Leben,welches aus ihnen die ergebensten und ehrwürdigsten Menschen aufErden macht. In ihrem Innern findet sich das Beispiel aller häus-lichen Tugenden und sorgsamen Liebe für die Dürftigen, eine tiefeHochachtung für die Erzeuger. Glücklich, tausendmal glücklich dieNationen, bei denen der tiefe Grund der Moral sich erhalten hat."Wozu sollen die Juden?" fragt mau in Deutschland. Wunderliche,unsinnige, barbarische Frage! Durchstreift Lissabon, Bordeaux, Amster-dam, London, Wien, leset die Schriften Einiger aus ihrer Mitte, sowerdet ihr finden, daß das Hirn eines Hebräers nicht geringer ist, alsdas anderer Menschen. Die Zeit ihrer Befreiung ist gekommen. Deutsche,edelmüthige und gastfreundliche Deutsche, wollet ihr das Licht ver-dunkeln, das Euch ehrt, und die Tugenden, die Euch auszeichuen^Werdet ihr ihnen das Bürgerrecht einräumen oder sie mit ihren be-jammernswerten Familien aus ihrem Geburtsland jagen? Werdensie eure Mitbürger oder eure Sklaven, eure Schützlinge oder eureFeinde sein? Das ist die große Frage, die entschieden werden soll,Menschen des neunzehnten Jahrhunderts, legt die Hand auf euerGewissen und brechet ihre Fesseln!"

st Courier vom 18. Juni 1816.

st Lall, Iss lluits au LIXE zltzele, p. 38.

st Das. g. 73.