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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Geschichte der Juden.

nicht gelten lassen.Die französische Revolution giebt den neuestenhistorischen Beweis von der Unverbesserlichkeit der Juden derum so merkwürdiger bleibt, weil die sogenannten gebildeten Juden,besonders wenn sie etwa in Paris den großen Consul auch nur vonhinten gesehen haben, die abgeschmacktesten und unsinnigsten Lügen überdie Kultur und die Rechte ihrer Kolonien in allen Provinzen derfränkischen Republick verbreiten. Es fehlen mir die Worte, so oft ichsolche freche Unwahrheiten von einem Sohn Israels hören muß, derunverschämt genug ist, mir anzusinnen, daß ich in seiner eigenen Sacheseinem jüdischen Zeugnisse mehr als den offiziellen Berichten der Re-gierungs-Offizianten der Republik glauben soll."

Es wäre gleichgültig, wie dieser rohe Geselle, Grattenauer, eben-falls dem Richterstande angehörend, die Inden begeiferte, wenn dasdeutsche Publikum seinen Schmähungen nicht aufmunternden Beifallgespendet hätte. Mit Gier wurde seine von Gemeinheit strotzendeSchrift verschlungen, so daß in kurzer Zeit fünf Auflagen erschienen.Sie verursachten den Deutschen einen angenehmen Kitzel, obwohl Stylund Druck gleich häßlich waren. Ein christlicher Schriftsteller, welcherden Juden zu Hilfe eilte, machte es noch schlimmer. Der Kammer-assessor und Professor Kosmann in Berlin verfaßte eilig eine Gegen-schriftfür die Juden" (1803), worin er Grattenauers Verlogenheitund Unwissenheit an den Tag legte. Er verlebendigte die Geschichts-tragödie der Inden durch die langen Jahrhunderte, betonte die vortreff-lichen Lehren, welche das Judenthum enthält, und machte edle Inden nam-haft, welche eine Zierde der Menschheit waren. Gegen FichtesJuden-capncinade" bemerkte Kosmann mit Recht:Soll denn die Menschheitewig mit Füßen getreten und von unfern Philosophen sogar Feindschaft,Haß und Neid gepredigt werden"? Aber es war verdächtig, daß der-selbe Kosmann, der mehrere Jahre vorher aus freiem Antrieb einWidersacher der Juden gewesen war^), sich nun zu ihrem Vertheidigeraufwarf und noch dazu taktlos seine Verteidigungden Aeltesten derBerliner Jndenschaft" widmete.Gekauft"! hieß es von allen Seiten;Kosmanns Feder ist von von den Inden gekauft. Seine Schrift schadetemehr als sie nützte.

st Grattenauer führte selbst in seiner zweiten Schrift den Vers an, denman damals auf Kosmanns schlechte Verteidigung machte:

Ae Grattenauer hat uns beleidigt,

Es sei!

Ae Kosmann hat uns verthsidiqt,

An wai!"