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Geschichte der Juden.
einer der beiden glänzendsten neuhebräischen Dichter der Neuzeit, dichtetebei der Nachricht von Friedensunterhandlungen zu Amiens ein schwung-volles Meisterlied auf den Frieden und auf Bonaparte, das in derSynagoge von Paris (Sonntag 11. Nov. Jahr X— 1801) gesungenwurde. Es ist echte, goldene Poesie. Man weiß nicht, was mehr andiesem Gedichte Elia Halevis zu bewundern ist, die Bilderpracht, dielebhafte, hinreißende und zugleich wahre Schilderung der wunderbarenThaten der französischen Revolution und Bonapartes, die klangvollenVerse oder die glanzvolle urhebräische Sprache, die Jesaias und dieKorachiden nicht verleugnet haben würden. In dieser Vollendung hatElia Halevi keinen Ebenbürtigen in der langen Bilderreihe neuhebräischerDichter; er übertraf bei weitem die spanischen Sänger Gebirol, JehudaHalevi und den italienischen Dichter Luzzatto. Sein Hymnus aufden Frieden läßt bedauern, daß die neuhebräische Poesie nicht mehrsolcher Gesäuge von ihm besitzt. Für Kunstverständige, welche zugleichan den Feinheiten der hebräischen Poesie Geschmack finden, begründetejedoch dieses Gedicht allein den Ruhm des in Dürftigkeit lebendenDichters, auch wenn seine beiden begabten Söhne, der TonkünstlerJacques Fromental Elie Halsvy und der französische DichterLeon Halsvy den Namen nicht unsterblich gemacht hätten. DasWunderbare an dieser Friedenshymne äst, daß nur die Sprache, allen-falls die Farbengluth und der Bilderreichthum darin hebräisch sind;alles Uebrige aber, Inhalt und Gedankengang sind durchaus neu,eigenartig, selbstständig, keinem Muster nachgebildet. Es glüht darinein schwärmerischer französischer Patriotismus, dem sich Halevi so ganzhingab, daß er für seine Stammesgenossen, ihre Befreiung und Er-hebung auch nicht einen Zug angebracht hat. Nur im Eingänge flehter den lieblichen Sänger David an, ihm die Harfe zu leihen oderseine Harfe mit dessen klingenden Saiten zu bespannen, um den Riesen-protestantischer Pastor Marron pries sie in lat. Versen, (Iluivsrs Israel. XVIII,x. 27 t): Llias Halsvy Lsbraieo earmins paeis rsäitum SKrszls eslsbranti.Die letzten beiden Distichen seien hier wiedergegeben:
Dswrcks «ö srkr'-reko sersokcr e/77n.rs?'s t-'rAÄrka,
Drrnr taerrrt e/rek?/L.
-/aiM oeLswk nrÄrrata sno krrAs-'s
«rr/rr üone, -'öckÄrs, rrrt.
Das. ist auch eine Biographie von seinem Sohne Leon Halsvy, auch in dessenLesums äs Ibistoire äss luiks moäeruss, 1828, p. 199. Er war Mitbegründerund Mitarbeiter der Wochenschrift 1'Isrs.slits trau^ais, (1817 —1818), und seineArtikel sind durch L. II. chissrirt. Beachtenswsrth ist sein Dialog Loerats stFpiuosa (das. II, p. 73). Auch ein Religionsbuch ist von ihm vorhanden, imSinne Mendelssohns und der Measfim, gedruckt 1824.