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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Geschichte der Juden.

deutscher und avignonesischer Abkunft aus ihrer Mitte ausweisen ließen-und sich gegen neue Ankömmlinge absperrten (o. S. 51). Daher kames, daß keine gemeinsamen Schritte von ihnen vorbereitet wurden, umihre Einbürgerung sofort von der Nationalversammlung zu verlangen,obwohl Grsgoire*), der katholische Priester mit wahrer Menschenliebeim Herzen, sie ermahnt hatte, die günstige Gelegenheit zu ergreifen.Männer von Thatkraft, von Liebe zu ihren Stammesgenossen, vonAufopferungsfähigkeit und von Takt hatten sie allerdings in ihrerMitte: Cerf Berr, Furtado, Isaak Berr. David Gradisvon Bordeaux, reich, von hochherzigem Sinn und angesehen, stand aufder Candidatenliste, und es fehlten ihm nur wenige Stimmen, umzum Deputirten gewählt zu werden. Aber anfangs geschah nichtsder Art. Ein Versuch zu gemeinsamem Handeln mag gemacht wordensein, scheiterte aber wohl an dem Stolz der Portugiesen. Daher istin den ersten stürmischen Monaten der Revolution nichts für die Gleich-stellung der Juden unternommen worden. Die Deputirten in denGeneral-Staaten oder der Nationalversammlung hatten viel zu vielandere Kämpfe durchzumachen, um an die Juden denken zu können.Auch hielten sie sich meistens an das Programm der Wünsche, welcheihnen ihre Wähler mitgegeben hatten, und unter diesen war die Eman-cipation der Juden nicht aufgeführt. Die Deputirten des Elsaß undLothringens hatten im Gegentheil die Weisung erhalten, gegen dieJuden aufzutreten. Erst die in Folge der Revolutionsstürme aus-gebrochenen Judenhetzen in den deutschen Provinzen legten es denBetroffenen ans Herz, ihre Klagen vor die Nationalversammlung zubringen. Es war vielleicht gut, daß ihnen die Frucht der Freiheitnicht reif in den Schooß gefallen ist, sondern daß sie sich darum miteinem Aufgebot von Anstrengung bemühen mußten; dadurch ist ihnendie Freiheit theuer und lieb geworden.

Der Sturm auf die Bastille hatte endlich dem verblendetenKönige das Scepter aus der Hand gerissen und es dem Volke über-liefert. Die Revolution hatte Blut gekostet und begann das Straf-gericht an den Unterdrückern zu vollstrecken. An vielen Punkten desLandes wurden wie auf Verabredung die Schlösser Verbrannt, dieKlöster zerstört, die Edelleute inißhandelt und getödtet. Das ebenvon der Sklavenkette erlöste Volk, von der Kirche in Unwissenheit

st UreZ-oirs's Brief an Jsaia Bing ä. cl. 23. Febr. 1789 in ^robivssIsraelites, Jahrg. 1844, p. 416.» Dites-moi äono, won ober, ä. 1a, vsills ässUtats-Oensranx, us üevris^-vons xas vons conesrtsr avev cllantrss membrss äsvotrs Nation, ponr reelamer Iss äroits ei Iss avauta^es äss oito^sns? plusgns famais, voiol Is Moment«.