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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Der neue Geist.

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Geist über sie ausgegossen, hatte ihnen eine neue Sprache verliehenund ihnen neue Lieder eingeflößt. Woher kommt diese Schaar be-geisterter Jünglinge? Welches war ihr Bildungsgang bis dahin?Wie hat es sie so mächtig ergriffen? Man weiß es nicht. Sie stehenmit einem Male da, prophezeien eine neue Zukunft, ohne recht zuwissen, was sie prophezeien, und nehmen, kaum flügge geworden, einenHochflug an. Von Polen bis zum Elsaß und von Italien bis Amsterdam,London und Kopenhagen vernimmt man einen Hellen Lerchenschlag, derden Morgen verkündet, und die Sänger wissen selbst kaum, woherihnen diese frischen schmetternden Töne zuströmen. Sie bilden sämmtlicheinen Chor und stimmen dieselbe Tonhöhe an und sind daher wenig voneinander zu unterscheiden. Ihre Bedeutung besteht auch nur in diesemZusammenklang; vereinzelt nimmt sich jede Stimme sehr dünn, schwächlichund ungeschult aus, und nur vereint geben sie einen angenehmen, ein-dringlichen Vollton. Sie, die Jünglinge, welche sich eben erst in dieSprache hinein gelesen haben, treten sofort als Lehrer und Mahnerauf, um die so vielfach verunstaltete, stets gebrauchte oder vielmehrgemißbrauchte hebräische Sprache in ihrer Reinheit wieder herzustellen.Von Idealen genährt, die ihnen der Weise von Berlin vorgezauberthatte, wollen sie das Verständniß für die heilige Schrift anbahnen,Geschmack an Poesie einflößen und Sinn für Wissenschaften wecken.Und weil sie, von Begeisterung berauscht, die Schwierigkeit übersehen,wie ein innerlich und äußerlich geknechtetes Volk sich zur Höhe derPoesie und Philosophie emporschwingen soll, gelingt es ihnen gerade,diese Verjüngung herbeizuführen. Sie leisteten im Ganzen mehr, alsihr bewundertes Muster Mendelssohn, weil dieser zu bedächtig war,einen Schritt zu thun, der einen lächerlichen Ausgang hätte habenkönnen. Diese Jünglinge stürmen eben kühn vorwärts, sie habenkeinen Ruhm einzubüßen, sie vertreten nicht eine Sache, die kompromittirtwerden könnte.

Zwei Umstände haben diese Wendung gefördert, ein materiellerund ein ideeller. Friedrichs Streben nach Geld, nach Bereicherungdes Landes, hatte die Juden, und namentlich die Berlins, fast ge-zwungen, große Kapitalien anznhäufen. Durch Fabrikanlagen, Speku-lationen und großartige Unternehmungen einerseits und durch Spar-samkeit andererseits entstanden in Berlin die ersten jüdischen Millionäreund neben ihnen viele Häuser mit großem Wohlstand ^). Die Juden

st Ulirabean, tu monareliis prnssisnns, V, 43 (vom Jahr 1786): Ouxsui mßms assurer <ius es «mit (Iss Mts) Iss ssnts nsß'ooiauts on kabri-eauts L Aramtss kortnuss, <in'il ^ alt claus Iss proviuess prnssisunes. Il snsst clss williouaires; auch an andern Stellen das.