Wessely.
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für die Juden, daß er Mirabeau, diesen Manu mit starken Schultern,welche eine neue Weltordnung tragen sollten, günstig für sie stimmte.Mirabeau löste Dohm ab.
In derselben Zeit nnd ans dieselbe Weise regte Mendelssohnabermals die innere Verjüngung der Inden an, welche mit der äußernBefreiung zugleich angebahnt werden sollte, nämlich wieder auf in-direkte Weise. Er, der aus Bescheidenheit und Klugheit nicht gernin den Vordergrund trat, hatte Dohm als Kämpfer für die eine Seitegeweckt, und für die andere Seite schob er einen andern Freund vor,der für diese Aufgabe wie geschaffen schien. Durch Mendelssohnwurde Wessely eine geschichtliche Persönlichkeit; er arbeitete mit allemAufgebot seiner Kraft an der innern Verbesserung der Juden nndergänzte die Mängel, welche Mendelssohns Natur anhafteten. —Hartwig (Hartog, Naphtali-Herz) Wessely (geb. in Kopenhagen 1723,starb in Hamburg 1805^) war eine eigenartig angelegte Natur, die seltenin diesem Gepräge und in dieser Mischung anftritt. Er stammte voneinem Urahnen ab, welcher von dem Gemetzel der Kosaken in Bar(Südpolen), der einzige unter seinen Familiengliedern, verschont ge-blieben, nach Amsterdam entkommen nnd durch Fleiß und Glück zuReichthum gelangt war. Sein Vater (Beer) wie sein Großvater(Mose), der von seinem Aufenthalt in Wesel den Namen Wesselyangenommen hatte, waren wohlhabend und standen in hohem Ansehenbei den Königen von Dänemark. Sein Großvater hatte eine Gewehr-fabrik im Holsteinischen gegründet und war Kommerzienrat!) undköniglicher Resident geworden. Sein Vater leitete ebenfalls ein groß-artiges Geschäft und verkehrte viel mit den. sogenannten Großen.Dadurch kam er nach Kopenhagen, wo sich bereits eine portugiesischeGemeinde und auch einige deutsche Juden befanden. Der Jugend-unterricht Hartwig Wessely s war der der meisten Knaben jenerZeit: mechanisch-hebräisches Lesen und mißverstandene Bibelüber-setzung, um als neunjähriger Knabe in das Labyrinth des Talmudgeschleudert zu werden. Die Entfaltung der in ihm liegenden Keimeförderte indeß der Wander-Grammatiker Salomon Hanau (Hena,geb. in Hanau 1687, starb 1746 st. Diesem Manne, von den Stock-talmudisten wegen seiner Beschäftigung mit einer „müßigen" Wissen-schaft, der hebräischen Sprachkunde, mit scheelen Augen angesehenund darum von Frankfurt bis Kopenhagen und von Amsterdam bis
st Wesselys Biographie von David Friedrichsfeld 121 Amst. 1809,Auszug im „Sammler" desselben Jahrganges S. 230 f.; Meisel, Leben undWirken Wesselys, Breslau 1841. Beide mit zu viel Schönfärberei geschrieben.
st S. 6armol^, Hsvus orientale III, p. 308. sSt. 0. L. Nr. 6922).
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