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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Geschichte der Juden.

sonders seine eigenen Stammesgenossen, gegen die Angriffe in Schutzzu nehmen. Ein anderer Jude schrieb eine Apologie (1769*) unterdem Titel:Briefe eines Lords", worin er sie im Allgemeinen recht-fertigte und ihre Verdienste um die europäischen Staaten hervorhob.Hollands und. Englands Handel habe erst mit dem Eintreffen derJuden zu blühen begonnen. Frankreich habe diese rührige und ver-ständige Menschenklasse noch besonders nöthig, weil der Ehrgeiz seinerBewohner nur auf kriegerisches Getöse und Aemterjägerei gerichtetsei und für den Reichthum des Landes keinen Sinn habe.

Aber am allermeisten ist die Theilnahme für die Inden und dieErhebung derselben aus ihrem Sklavenstande durch eine Verfolgungangeregt worden, welche humane Denker damals schon für überraschendund unerwartet hielten, die sich aber in der Mitte der christlichenVölker noch oft genug wiederholt hat. Diese Verfolgung hat vonbeiden Seiten die Leidenschaft entzündet und die Thatkraft geweckt.In keinem Theil von Europa war vielleicht der Druck und dieSchmach der Juden größer als in der französisch gewordenen deutschenProvinz Elsaß, wozu man auch Metz rechnen kann. Alle Ursachendes verbissenen Judenhasses: kirchliche Unduldsamkeit, Rassenantipathie,Adelswillkür, Habsucht, zünftiger Brodneid und Roheit vereinigten sichgegen die Juden von Elsaß, um ihr Dasein im Jahrhundert derAufklärung zu einer stetigen Höllenpein zu machen, die noch dazu sokleinlicher Natur war, daß sie nicht einmal zu heldenmüthigem Auf-bäumen aufstacheln konnte. Die deutsche Bevölkerung dieser Provinzhat, wie die Deutschen überhaupt, am zähesten den Judenhaß be-hauptet, während Franzosen, Holländer, Engländer und Italiener, diecivilisirten Völker, ihn bereits halb und halb aufgegeben hatten, weiljene an der von Frankreich ausgegangenen Civilisation gar keinenAntheil hatten und überhaupt in mittelalterlicher Roheit steckten. Adelund Bürgerstand im Elsaß hatten kein Ohr für die Stimme derMenschlichkeit, die in der französischen Litteratur so beredt sprach,und gingen nicht um ein Jota von ihren verbrieften Rechten über

.sniks LUX brsvsts, unterzeichnet: ?srsirs, xsnsionnairs st intsrxrets än rot,äs In soeists rvMls äs llonärss, st aZ-ent äs tu Nation jnivs xortngMSS äsLoräsanx st äs La^onns.

^ llsttrs on rettexions ä'nn inilorä snr la Nation snivs. Diese Flug-schrift polsmisirt geradezu, wie im Eingänge angegeben ist, gegen die rsgnstssäss inai-obanäs. Der Verfasser war ein Jude, der nur die Maske eines Lords,welcher früher Handelsgeschäfte getrieben, vorgenommen hat. Von dieser Flug-schrift existirt auch eine italienische Uebersetzung: I-sttsra ä'nn Nilorä,Venedig, 1769.