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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
Entstehung
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weites Kapitel.

Die Mendelssohnsche Pentateuch-Uebersetzung. Salomo Dubno, Elisa Reimarus.Ezechiel Landau, Raphael Kohen, Hirsch Janow und Pinchas Hurwitz. DerBann gegen die Pentateuch-Uebersetzung. Mendelsohns Verhalten dagegen.Wirkung der Uebersetzung. Montesquieu. Stellung der Juden in England.Voltaire und dis Juden. Isaak Pinto und Rodrigues Pereira. Flug-schriften für und gegen die Juden. Die Juden von Elsaß und Metz. Be-drohte Lage der Elsässer Juden durch einen judenfeindlichen Erzschelm.Ihre Denkschrift. Dohm und Mendelssohn. Dohms Schutzschrist für dieJuden. Kaiser Josephs Erlaß zu Gunsten der Juden. Diez, Johannesv. Müller, Hartmann, Michaelis. MendelssohnsRettung der Juden" undJerusalem". Wessely. Sein Sendschreiben an die österreichischen Gemeindenzu Gunsten der Bildung. Seine Verketzerung. Mendelssohns Tod.

(1779 1786 .,

Wie Mendelssohn, ohne es zn wissen nnd zu wollen, Lessingzum Schaffen eines Ideals angeregt nnd durch ihn die Vorur-theile gegen Juden bannen geholfen hatte, so hat er in derselben Zeitebenso absichtslos die geistige Befreiung seiner Stammesgenossen herbei-geführt, von der sich ihre Wiedergeburt datirt. Die Bibel, namentlichder Pentateuch, das Alles in Allein der Inden, war ihnen, obwohlihn sehr Viele auswendig kannten, so fremd geworden, wie nur jeein unverständliches Buch. Die rabbinischen und die kabbalistischenAusleger hatten den einfachen biblischen Wortsinn so entstellt, daßsie alles darin erblickten, nur nicht das Richtige und Wahre seinesInhaltes.

Im zarten Kindesalter brachten die polnischen Schulmeisterandere gab es nicht mit der Znchtruthe nnd mit zornigen Geberdender jüdischen Jugend bei, die ungereimtesten Verkehrtheiten in diesemheiligen Buche zu erblicken, verdolmetschten es in ihrer häßlichen Misch-sprache und verquickten den Text so eng mit ihrer Uebersetzung, daßes schien, als wenn Mose im Kauderwelsch der polnischen Juden ge-sprochen hätte.

Die Vernachlässigung alles profanen Wissens, die mit jedemJahrhundert znnahm, brachte es dahin, daß jede Albernheit und