wahrscheinlich. Daß dieses Gedicht und die vorhergehenden Piecen von einemmorgenländischen Dichter stammen, kann keinem Zweifel unterliegen. In demunmittelbar vorangehenden (x 155 f.) von demselben Dichter werden ein GaonAli, Schulhaupt (wahrscheinlich von Bagdad), und seine Söhne besungen:
. . . rn i'ro rrr (p»v) p-n
.... ll'vxz.i itv
.... N'I'L" 'L'N'! PU INS
Der Name Ali und die Würde Gaon waren nur im Morgenlande, inBagdad und Umgegend, heimisch. Würde unter Ali's dort gefeierten Söhnenein Samuel Vorkommen, so könnte man an den Vater jenes Samuel b.Ali, des so heimtückischen Gegners von Maimuni, denken. So aber kannman diese Gedichte aus dem Divan eines morgenländischen Dichters getrostgegen das Ende des dreizehnten Jahrhunderts setzen.
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Die Bekehrung eines Dominikaners zum Iudenthum alsVeranlassung zur Iudenvertreibnng aus England.
Zwei geachtete jüdische Chronographen, Samuel Usque und Jbu-Verga, erzählen aus einer älteren Quelle, nämlich dem Martyrologium desProphiat Duran (Ephodi), das Factum von der Bekehrung eines Mönches zumJndenthum in England und bringen damit die Ausweisung der Juden ausdiesem Lande in pragmatische Verbindung. Sie begehen aber scheinbar denAnachronismus, daß sie diese Betreibung um ein halbes Jahrhundert zu frühansetzen. Darum haben neuere Bearbeiter der jüdischen Geschichte seit Bas-nage auf dieses Factum keine Rücksicht genommen und noch weniger es alsVeranlassung zur Vertreibung angesehen. Aber das Factum ist wahr und derPragmatismus ist richtig. Es wird zunächst von einem zeitgenössischen christ-lichen Chronikschreiber, von dem Fortsetzer der Chronik des Florenz vonWorcester, erzählt (Morsntii IViZorisLsis rnonaclä Okroräcon sä. st?ks.xsI-onäon 1747. Der erste Theil ist längst edirt, die covtlnriatio ist aber durchdiese neue Ausgabe bekannt geworden). Dort heißt es 1. II. x 214, zumJahre 1275: I,onäoiiiis guiäam äs oiäins xrasälcLtorurn, älctns IrotsrLoksrtrcs äs NsäingAS, xrs.säica.tor oxtirnus, livgua. Hskrasa.srnärtissirnus, axostavit st a.ä äuäs.isinniir coirvola. vit, s-tgnsändasarn äucsns uxorsrn ss circrrvociäi s-tc^ns Hs.AAg.sniiitscit nova.ins.ri.(jnsrn s.ccsrcitnrn st contra. IsZein Okristig.ns.rn smäsctsr äisssrsntsrnrsx (Dänaräns) arckispiscopo connnsnäavit Osntns-risnsi Der Schlußfehlt offenbar in der Quelle. Denn wenn der Erzbischof von Canterbury dieSache in die Hand genommen hat, so wird der abtrünnige Mönch wohl schwerlichmit heiler Haut davon gekommen sein. Es müßte denn sein, daß de RedinggeReißaus und seinen Aufenthalt in einem toleranteren Lande genommen hat,wie die secundären Quellen angeben.
In dieser Chronik von dem Fortsetzer des Florenz von Worcester wirdzwar nicht erzählt, welche trübe Folge der Uebertritt des Mönches zum Juden-thume herbeigesührt hat, aber angedeutet ist es; denn von diesem Jahre 1275an bis zur Vertreibung 1290 sind in dieser Chronik fast jedes Jahr Juden-