408
Geschichte der Juden.
des Musce einerlei ist und die Verschiedenheit nur auf verschiedener Schreib-weise beruht. Dennoch sprechen nicht nur de Castro, sondern auch neuereLiteraturhistoriker von einem Jehuda Mosca, als verschieden von Jehuda b.Mose Kohen. Denn auch der Prolog zu einer Schrift über die (astrologische)Eigenschaft der Steine, angeblich aus dem Chaldäischen ins Arabische über-tragen, die von Juda Mosca ins Castilianische übersetzt worden, hat keinenanderen Uebersetzer im Sinn, als eben Jehuda b. Mose Kohen, Leibarzt,Astronom und Astrolog des Königs Alfonso. Die Stelle lautet im Originaldas. p. lOfta): LI .äss.zus ssbs lidro tuvo sn su poäsr (sl Ns^l üsololosr s, otro su äuäio gus sra. su. tisioo s äisisnls Vliuäs. lllosos.slursnor c^us sra. nruolro sntsuäuäo so 1a arts äs ^.stronornia s salzios snbsnäio bisir sl araviZo s sl latin. Lb äss^ns por ssts luäio suOslos ovo sotsnäiäo sl dien s 1a Ararrä pro c^us su sl ^a^is, urauäoZslotrsslaäar äs aravl^o sir IsAuajs oastsliauo sto. Dieser Prolog scheintmir aus späterer Zeit zu stammen. Denn die Angabe, daß Jehuda Mosca,d. h. wie wir ohne Weiteres annehmen können, Jehuda b. Mose Kohen, auchLateinisch verstanden habe, ist sehr verdächtig. In den oben citirten Quellenaus der alfonsinischen Zeit wird ausdrücklich bemerkt, derselbe habe Schriftenlediglich ins Castilianische übersetzt und andere i Christen) daraus ins Lateinische,was eben voraussetzt, daß er nicht Latein verstanden hat. Auch der Beiname„der Kleine" (sl rusuor) scheint auf einem Mißverständniß zu beruhen, begangenvon einem, der so viel Hebräisch verstand, um Schnitzer machen zu können.Derselbe mag nun den Beinamen p-w.-i falsch gelesen, ir-p.i daraus gemacht unddiesen Beinamen dem Jehuda Mosca oder Jehuda b. Mose aus Toledo bei-gelegt haben. — Der Codex bei de Castro spricht noch von einem drittenjüdischen Astronomen an Alfonso's Hofe: Samuel Levi. Derselbe war mitJehuda an einer Uebersetzung betheiligt (s. oben) und hat eine Schrift über An-fertigung einer Ksrzenuhr (rsloZlo äs la oauäsla) verfaßt (das. p. lökb).Der König spricht in der Einleitung dazu: a Laruusl sl I-svl äs lllolsäo,ruassbro äuäio Ms Osissss ssbs liliro sto.
/ .
Die mrsstanische Apokalypse von den Mongolen.
Die Apokalysen-Literatur, welche einen Einblick in die von Hoffnungenund Befürchtungen erzeugte innere Stimmung gewährt, hat sich im jüdischenKreise eine geraume Zeit hindurch fortgesetzt. Ich habe auf die nicht wenigenapokalyptischen Schriften aus verschiedenen Zeiten aufmerksam gemacht, (FrankelMonatsschrift. Jahrg. 186Ü —61, Geschichte Bd. V. Note 17.'Bd. VI. S. 65).Eine junge Erscheinung dieser Literatur scheint mir das von Jellipek aus einerHandschrift edirte „Gebet des Simon b. Jochar" mnv p ppllL- "i nb'sn zusein (Lsb-lra-Lliärasolr IV. 117 ff.). Um dre Abfassungszcit dieser Piöce zufixiren, muß man das bereits früher bekannte und von Jellinek neu edirtemnv za ppvL' mincn vergleichend hinzuziehen, indem dieses mit jenem gegenEnde vollständig übereinstimmt. Nach dem Ausmalen des Glanzes in dermessianischen Zeit beginnt in diesem offenbar ein neuer Abschnitt (6sb-üa-Niärasolr III. p. 81): c'iro pin .irzw nrm nmoib i'np p.pov