Note 5.
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Exemplare wären ungefähr 1239 saisirt worden, so war er eben in Betreffdes Jahres zweifelhaft. Unmittelbar nach der Confiscation derselben (Winter1240) haben wohl die Pariser Juden jene Schritte gethan, durch Vermittelungeines Erzbischofs die Zurückerstattung der Exemplare zu erwirken. Jedenfallsist ein Aufschub eingetreten. Durch den Tod dieses Prälaten oder durch denEifer des Nikolaus und des Heinrich de Coionia wurde die Aechtung desTalmud von Neuem angeregt. Wenn der den Juden günstig gestimmteErzbischof Walter Cornutus gewesen sein soll, wie Bulaeus (trist. nnivsrsib. ksrisIII. 177) annimmt, so erfolgte dessen Tod 21. April 1241, und von diesen!Tage an wäre die Wendung anzunehmen. Das rsvolnbo anno bei Thomasist jedenfalls als Ausschmückung anzusehen. Die Disputation fand im Sommeri24ü statt. Mag sich nun die zweite Prüfung durch die Bemühung der Judenbis zum nächsten Jahre hingeschleppt haben, bis 1241; jedenfalls bleibt esauffallend, daß der Scheiterhaufen erst drei Jahre später angezündet worden seinsollte, während das Urtheil lange früher gesprochen war. Die Voraussetzungender Bulle Jnnocenz IV., sowie die deutliche Angabe der Erfurter Annalen fürdas Jahr 1242 haben also eine Stütze an dem Umstande, daß der Urtheils-spruch über den Talmud spätestens 1242 gefällt wurde. Das Datum beiZidkija in 8o1lil>ols üsksb dagegen hat das Alles gegen sich. Man müßteannehmen, daß sich Zidkija im Datum geirrt hat, oder daß die Zahl o -.n vonKopisten in 'i '.n corrumput worden ist. Das Datum für die erste Ver-brennung des Talmund in Paris 1242 hat demnach mehr Wahrscheinlichkeit.Daß in allen diesen Urkunden von dem ersten Akt die Rede ist, braucht kaumerinnert zu werden.
Das Monatsdatum bei Zidkija, Monat Tammus, steht jedenfalls fest.Denn es wird auch durch die Zionide des R' Metr von Rothenburg bezeugt.Die Elegie .nenne- -i-ua- in der Linob-Sammlung gehört nämlich entschiedendemselben an, wie Zunz mit Recht annimmt (Synagogale Poesie S. 310,Ritus S. 143) obwohl einige Ausgaben die Ueberschrift haben: nme 'n nno-e-mor n'he-; vergl. Landshut ^.nrnäs ^.doäs x. 161. Die Ueberschrift: n nnpnunn no>ne- 7p . . . bezieht sich ohne Zweifel auf die Verbrennung des Talmud,wie einige Verse deutlich angeben: won ne-u -nmn -nnn 7wn -oni- anp-
:'?p Ions: nnrro nomn -pn 7n und weiter: n,np- nv'n nnpan.n 'i-p viap "-n1 'hih.n NN nneo: P^N7. Nun giebt diese Zionide den vierten Monat an, in demdas Unglück die Thora traf, die im dritten Monate geoffenbart worden:
i-01 PN7VN N'NV'NP 'P-PN.-I NN-P1.M N"NN.
Noch ist zu bemerken, daß Ludwig der Heilige ein besonderes Dekret er-lassen haben muß, daß der Talmud auch künftighin verbrannt werden sollte.Denn in einem Dekrete vom December 1254 heißt es: Esbsrnnr oräins-bionsnr ts.ebs.rn i n psrxsbnurn äs äuässis otissrvsri äistriabs xrsoi-xinrus, Hnss tslis ssb: änässi ossssnb sd nsuris sb Irtssptrsniiis, sorbi-IsMis st esrsotsiidus st turn )bsrn> Dslibns (Dstsrnns, Dstnrit — Lslrnnä)Msnr slii lidri, in c^nidns invsninnbnr dlssxksrniss, oonrbnrsntnr, sbluässi c^ni Iroo ssrvsrs nolusrinb sxxstisnbnr sb brsns^rsssorss IsZibiinspunisntnr (bei äs I^snriörs oräonsness äss rois äs I'rsnos äs 1s broi-bisnrs rsos I. x. 75 Ho. 32). Hillel von Verona deutet es ebenfalls inseinem Sendschreiben an: o-n np nmo mro mp -.-noM ni>e- nnnr nur-
mn. Hillel's Angabe, daß der Talmud in Paris zum ersten Male in kaum40 Tagen nach dem Verbrennen der maimunischen Schriften (1233) verbranntwurde, beruht auf nichts weiter als ans einer Sage, die sich später ausgebildet
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