Druckschrift 
7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
Entstehung
Seite
387
Einzelbild herunterladen
 

Note 3.

38'

IV l^-bpll 22 12 2'I 2N'^x.2 >12071 ->ll 12V12 2^x122 »122 271» 2' »V2 1»

71 " 7 I 27 I 1 pL-b 1 » 2 . Dadurch wird es wieder zweifelhaft, ob Abraham b. Daviddiesen Gedanken ausgesprochen hat. Indessen da zwei, wenn nicht ältere, sodoch zeitgenössische Schriftstelleller, nämlich Isaak von Akko uns der Vers, vonre, 22 » 222 x 2 , ihn direkt aus Abraham b. David's Commentar zu den Agadascitiren, so dürfte dessen Autorschaft doch nicht zweifelhaft sein. Es wäreinteressant, wenn der Agada-Commentar des Abraham b. David aufgefundenwürde und die Authenticität dieser Stelle erwiesen werden könnte. Dann wäreder erste Keim der Kabbala, nämlich das Verhältniß des r>io p» zur Welt ver-möge der Emanation (>n 2 'L») gottähnlicher Substanzen oder Potenzen, gefunden,und es wäre erklärlich, wie sein Sohn, von diesem Gedanken oder dieser Ver-söhnungsmethode ergriffen, sie weiter ausgebildet hat und als Schöpfer derKabbala angesehen wurde. Indessen ist die Autorschaft dieses Passus mit demkabbalistischen Fruchtkeime gleichgültiger als die Stellung, welche der dort kurzhingeworfene Gedankengang zur Zeitbewegung einnimmt. Dieser Gedankengangkann unmöglich zur Zeit entstanden sein, als die Lehre vom En-Sof nebstZubehör bereits ausgebildet war, weil sich darin ein unsicheres Herumtappenbemerkbar macht, während die Kabbala bereits eine bestimmte Lösung für diedort aufgeworfene Frage ausgestellt hat. Mag nun jener Gedanke Abrahamb. David angehören oder nicht, er enthält, w:e gesagt, die Kabbala in nuos;denn auch sie ist von dem lebendigsten Interesse durchdrungen, einen Mittelwegzwischen der krassen Buchstäblichkeit der Agada und der rationalisirenden, dieAgada verflüchtigenden Neligionsphilosophie zu finden. Wir sind eigentlichdurch diese Erörterung von dem Außenwerke in das Innerste der Kabbalagedrungen, müssen aber wieder umkehren, um einige geschichtliche Punkte vorherzu erledigen.

Es hat sich ergeben, daß Isaak der Blinde, der Sohn des Hauptlehrers(227, p, wie Abraham b. David ohne weiteres genannt wird), von den erstenKabbalisten als Urheber der Kabbala angegeben wird. Die Kritik brauchtdaher nicht scrupulöser als die eigenen Anhänger zu sein und ihr ein höheresAlter zu vindicirsn. Abraham b. David starb Freitag am Chanukaseste 4959(nach Zacuto) d. h. Anfang 1199. Sein Sohn ragte also jedenfalls in das drei-zehnte Jahrhundert hinein und seine kabbalistische Thätigkeit coincidirt mit derZeit, als der maimunische Mors durch die Tibbonsche Uebersetzung in Süd-frankreich (wo dieser Isaak heimisch war) bekannt wurde, was bekanntlich soböses Blut gemacht und eine Reaktion gegen diese philosophierende Richtunghsrvorgerufen hat. Man ist also historisch berechtigt, wenn der Inhalt derKabbala dasselbe Resultat ergeben sollte, anzunehmen, daß die Kabbala ebennur gegen die maimunische Theorie reagiren wollte. Sie gehört dem-nach mit ihren Anfängen der unmittelbar nachmaimunischen Zeit an. Vonder kabbalistischen Theorie des blinden Isaak, von dem ein Kabbalist bemerkt,seine Kabbala sei tief und rein gewesen: , 210 x 1 2-,2) 12212 11222,22-, ist wenigbekannt, doch so viel wissen wir, daß er das mystische 7,2'-' 222 kommentirt hat,und daß er bereits die Sesirot unter ihren Benennungen 2112, 7,2-2 re. und dieMetempsychose annahm. Man erzählte von ihm, er habe alte von neuenSeelen unterscheiden können, 22» -wo 2-20 12-7, i"2»22 p ,2122- '2 2-2112 -2 '12x222c'12'2 1» 2-2222 P2 »1.2 2» (Rekanati zu 22',). Plantavitius besaß von

Isaak, dem Blinden, oder 22»,222 '2 ,22-' einen handschriftliche» Commentarzum Buche ilsriirs, (Lartolosoio III 180 . 987 1092 und olk I. isto. 1248und 1260). Es braucht Kennern nicht gesagt zu werden daß 22»,2122 '2, oder,

25 *

I