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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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383
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Note 3. 383

mochten sich mit dieser abstrusen, verrufenen Studie gar nicht befassen. Siewar auch eine Hieroglyphen-Schrift, zu der der Schlüssel fehlte. Man kanntein der wissenschaftlichen Welt von ihr nur den Sohar und allenfalls die ikorta,Oosli des Abraham de Herera. Erst seit kaum zwei Decennien fing man an,der Kabbala ein wissenschaftliches Interesse zuzuwenden. Epochemachend sindfür die wissenschaftliche Erforschung der Kabbala die hintcrlassenen Blättereines jung verstorbenen Gelehrten Landauer, welcher zuerst auf Ursprungund Entwickelungsgang derselben aufmerksam gemacht hat laus seinem Nach-lasse mitgetheilt Orient Literaturbl. Jahrg. 1846 Nr. 12 ff.). Ungefähr zurselben Zeit veröffentlichte Frank sein WerkNa Ladbals" (Paris l 843 , zweiteAuflage 1888 ). Jellinek, der Uebersetzer des Frank'fcheu Werkes, hat diekabbalistischen Studien fortgesetzt und manchen schönen Beitrag aus seltenenSchriften zur Lösung dieser rätselhaften Theorie geliefert. Indessen ist dasVerständnis der Kabbala, ihres Ursprungs und ihres Zusammenhanges mitder Kulturbewegung innerhalb des Judenthums noch nicht bis zur Durch-sichtigkeit ermittelt. Eine eingehende Untersuchung darüber, welche auf dengewonnenen Resultaten weiter baut, dürfte daher in einer Geschichtsdarstellung,welche es sich zur Aufgabe macht, alle Seiten des geschichtlichen Lebens bis zuihrer Keimung zu verfolgen, nicht überflüssig sein.

Vor Allem muß der Unterschied zwischen der alten Mystik aus der gao-näischen Zeit und der eigentlichen Kabbala festgehalten werden; die Confun-dirung beider, gar nicht mit einander verwandten Erscheinungen hat das Ver-ständnis unendlich erschwert. Landauers Urtheil:diese Art Kabbala (derNIWP 'ii iviin, des isip iip'e-, der iurvi, selbst des uw' iro und ähnlicherSchriften) unterscheidet sich wesentlich von der späteren; sie weiß nichts von densogenannten Lsürob und nichts von Speculationen über das Wesen Gottes,und wir sollten nach unseren Begriffen von Kabbala ihren Inhalt eheragadisch als kabbalistisch nennen" (Orient 1 . o. No. 14 ool. 213 ), diesesUrtheil bestätigt sich, je tiefer man in beiderlei Schriftthum eindringt. Diealte Mystik ist weiter nichts als die jüdische Musch ab b iha oder Mugassima,d. h. das consegueute Festhalten des biblischen und agadischen Anthropomor-phismus, um gegen die rationalistische, den mohammedanischen Schulen ent-lehnte, sich in den Karäismus verlaufende Mutazila zu reagiren, wie ichdes Weiteren nachgewiesen zu haben glaube (in Frankels Monatsschrift Jahrg.1858 p. 115 sf.). Die Mystiker der gaonäischen Zeit kennen nicht einmal dasWort liwp oder p'i 11121 isin; ihre Schriften sprechen nur von 112Geheimniß."

Scheidet man die ältere Mystik von der eigentlichen Kabbala (obwohl zu-gegeben werden muß, daß jene auf diese insluirt hat), so entsteht die Fragenach dem Ursprung der letzteren. Nun, der Charakter als Ueberlieferung, densie so sehr betonte, ist ihr selbst in ihrer Blüthezeit von Autoritäten streitiggemacht worden. Obwohl Ben-Adret Respcct vor ihr hatte, so gestand erdoch ein, daß in seiner Zeit, wie überhaupt seit der Tempelzerstörung, diekabbalistische Tradition versiegt sei (Nsspx. I. No. 94 ): (nirs) ihn boi> w pn211L> INN 1S2N1 111'ps IS1121 1:1.1 PP2 '2 ->n IMS 2'1221 2'SPU 11111 11112 'hpvh 2"2122181 2'nwii -zli-si .inwl.m 12211 i'i skvsir . . . 112-ips iw 21111 nun.Es ist bekannt, daß die angesehensten Rabbinen des vierzehnten Jahr-hunderts, Simson von Chinon, Perez Kohen, R. Nissim b. Rsuben,dann später Isaak b. Scheschet und Salomo Duran ihr Mißbehagenan der Kabbala an den Tag gelegt haben (Nssxx. v"2-i No. 157 und