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Geschichte der Juden.
im Widerspruch damit, die Juden von Sevilla gemeinschaftlich mitden Christen und den Mohammedanern dieser Stadt für Don Pedrokämpfen und Don Heinrich seinen Eintritt erst durch einen hartenStrauß erzwingen i).
Noch einmal lächelte Don Pedro das Glück, nachdem es ihmden Rücken gekehrt hatte, da er als ein Flüchtling die Pyrenäen hatteübersteigen müssen, und alles Land dem Sieger zugefallen war. Derheldenmüthige Prinz von Wales, von seiner Eisenrüstung derschwarze Prinz genannt, der in Südfrankreich stand, unternahmes, dem entthronten König im Namen der Legitimität und in Aus-sicht ans reichen Lohn an Geld und Land Beistand zu leisten.Heinrich von Trastamara mußte wiederum Spanien verlassen (1367).Ganz Spanien jauchzte wieder dem Sieger Don Pedro und seinemSchildhalter, dem schwarzen Prinzen, zu, wie es früher seinem Bruderund dem wilden Connetable von Frankreich du Gnesclin zugejanchzthatte. Bald wendete sich aber wieder das Blatt. Der schwarzePrinz ließ Don Pedro im Stich, und Don Heinrich kehrte abermalsmit neuen Schaaren aus Frankreich zurück. Die nördlichen StädteSpaniens fielen ihm wieder zu. Die Bürger von Burgos öffnetenihre Stadt dem Sieger; nur die Juden blieben dem unglücklichenDon Pedro treu. Unterstützt von einigen Rittern, ParteigängernDon Pedro's, verteidigten sie die Jndenstadt von Burgos, kämpftentapfer und unterwarfen sich erst der Uebermacht. Sie erlangten auchvon Heinrich eine günstige Capitulation, daß sie in der Stadt un-angefochten bleiben durften; nur mußten sie eine Million Maravediszahlen 2). Dieses Mal wollten aber die Christen den Sieg überDon Pedro ausbeuten. Die Cortes von Burgos stellten daher anHeinrich folgendes Gesuch: da die Juden Schuld an dem Bürgerkriegetragen, indem sie Günstlinge und Beamte des früheren Königs waren,so möge der neue König ein Gesetz erlassen, daß fortan kein Judezu einem Amte befördert werden sollte, nicht einmal zu dem einesLeibarztes des Königs oder der Königin. Auch sollten die Judennicht mehr zur Steuerpacht zugelaffen werden. Heinrich erwidertedarauf: die Juden von allen Aemtern auszuschließen, sei etwas, wasnoch kein castilianischer König gethan habe. Indessen werde er dieJuden, die an seinem Hofe wären, nicht zu Rathe ziehen, auch ihnenkeine Macht einräumen, durch welche dem Lande Schaden erwachsen
Berville a. a. O. I. x> 408 ff. clu Olmstslstr llistoirs cka OuZussoliax. III. Auch dieser Zug ist nicht geschichtlich.
2) Ayala orouivs, zum Jahre 1367 o. 34, 35.