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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

wohner, Christen, Inden und Mohammedaner, zu einer Berathungzusammen, ob sie die Stadt vertheidigen oder dem heranrückendenHeinrich und seiner Schaar übergeben sollten. Auf einen angeregtenVorschlag berieth von den Angehörigen der drei verschiedenenGlaubenslehren jede Gruppe getrennt von den übrigen, damit einerjeden uneingeschränkte Freiheit bliebe. Die Christen entschieden sichauf den Vorschlag des Erzbischofs von Burgos für Uebergabe derStadt! ihnen schlossen sich die wenigen Mohammedaner an. DieJuden aber erklärten durch den Mund ihres Rabbiners, ehe sie ihrenEntschluß verlauten ließen, sollten ihnen die Christen durch einen Eidznsichern, daß ihnen unverwehrt bleiben sollte, mit den Ihrigen nachAragonien oder Portugal auszuwandern, falls ihr Entschluß nichtmit dem der übrigen Bevölkerung übereinstimmen sollte. Die Christenschwuren ihnen darauf Freiheit der Entschließung und deren Ausführungzu. Darauf soll der Rabbiner von Burgos statt des Entschlussesdas Wort ausgesprochen haben: sie betrachteten die Zuneigung einesChristen zum Jndenthume ebenso als Abfall, wie den Uebertritt einesder ihrigen zum Christenthume, d. h. sie gäben Don Pedro's Sachewegen seiner Anhänglichkeit an die jüdische Religion auf^).

Geschichtlich beurkundet ist nur, daß Don Heinrich bei seinerUebernahme von Burgos, wo er zuerst als König ausgerufen wurde(März 1366), die jüdische Gemeinde nicht sehr glimpflich behandelte,wohl weil sie sich seinem Bruder zugeneigt hatte. Er legte ihr einGeldstrafe von 50,000 Dublonen auf und hob die Forderungenjüdischer Gläubiger an christliche Schuldner vollständig auf. Da dieJuden von Burgos diese bedeutende Summe nicht erschwingenkonnten, mußten sie ihre Habe und selbst die Ornamente von denThorarollen verkaufen. Diejenigen, welche ihren Beitrag nicht leistenkonnten, wurden als Leibeigene verkauft ^s.

Es ist durchaus nicht zu verwundern, wenn in dieser aufgeregtenZeit der Parteiung und des erbitterten Bruderkrieges, wo die Bandedes Gesetzes gelöst waren, die Inden hin und wieder, wie inSegovia und Avila, geplündert wurden, oder richtiger die Reichenihrer Schuldforderungen an Christen verlustig gingen^). In Deutsch-land wäre bei solcher Gelegenheit ein Blutbad unter den Inden an-

Z Dieser Zug, welcher übereinstimmend bei Estouteville a. a. O. x. l99und bei Lefebvre a. a. O. IV. s, 253 vorkommt, verräth die Sagenhafligkeitoder vielmehr die Tendenz, Don Pedro als so verworfen darzustellen, daß selbstdie Juden ihn verachtet und verlassen hätten. Bei Estouteville das. x. tü5heißt es geradezu: nassrass Iss luits sn blusmoisnt ls roz? s» son s-bssnsssb l's.xslloisnb Pirun 2 ) »amuel Oar^a a. a. O. ^ Das.