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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Gemetzel in Folge des schwarzen Todes. 337

glücklichen. Der Rath von Köln schrieb an den von Straßbnrg- erwerde sich in Betreff der Juden Straßbnrg zum Muster nehmen;denn er sei überzeugt, daß die Pest nicht anders denn als eine StrafeGottes zu betrachten sei. Er werde daher nicht zugeben, daß dieJuden wegen der grundlosen Gerüchte verfolgt würden, sondern werdesie, wie die Vorfahren es gethan, kräftig schützen. In Basel machtenaber die Gewerke und alles Volk einen Auflauf gegen den Rath,zogen mit ihren Fahnen vor das Rathhaus und verlangten ungestümzunächst, daß diejenigen Patrizier, welche wegen der früher den Judenzugefügten Kränkungen verbannt worden waren, zurückberufen, unddann, daß die Juden mindestens aus der Stadt gewiesen werdensollten. Die erste Forderung mußten die Rathsherren bewilligen;wegen der letzteren vertrösteten sie das Volk auf den Beschluß einesStädtctages, welcher zur Berathung dieser Angelegenheit in Aussichtgenommen war.

In Benfelden (Elsaß) kam in der That eine Berathungwegen der Maßregeln in Betreff der Juden zu Staude. Es tagtenda der Bischof Berthold von Straßbnrg, Barone, Herren undAbgeordnete der Städte. Die Vertreter von Straßburg traten muthigfür die Juden auf, selbst gegen den Bischof, welcher aus Bosheitoder Dummheit entschieden für die Vertilgung der Juden war. Siemachten wiederholeutlich geltend, daß sie den Juden keine Schuld ander Pestilenz beimessen könnten. Allein sie wurden überstimmt. Eswurde beschlossen, die Juden aus allen Städten des oberen Rheinszu vertreiben (gegen Ende 1348 Z. Seit der Zeit dieses Beschlussesvon Benfelden wurden die Juden des Elsaß, die noch an den Wundenbluteten, welche die Armleder (o. S. 326) und ihre Schaaren ihnengeschlagen hatten, für vogelfrei erklärt. Sie wurden bald in diesem,bald in jenem Orte verbrannt oder ausgewiesen. Die aus den StädtenVerjagten wurden von dem wüthenden Landvolke einfach todtgeschlagen.Dieses herbe Geschick ereilte auch die Gemeinde von Basel. Auf einerInsel des Rheins, in einem eigens dazu erbauten Hause wurden sieohne Urtheilsspruch verbrannt (9. Januar 1349) und der Beschlußbeschworen, daß innerhalb zweier Jahrhunderte kein Jude sich indieser Stadt niederlassen dürfet. Eine Woche später kam die Reihean die Juden von Freiburg (Breisgau). Hier hatte ein Jude, wiesich denken läßt, unter der Folter, ausgesagt, er wäre mit vierGlaubensgenossen aus Breisach zu Rathe gegangen, wie man die

Z Albertus von Straßburg a. a. O. S. 148.

2) Das.

Graetz, Geschichte der Juden. VH.

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