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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Verdächtigung der Juden in Folge des schwarzen Todes. 331

Mischer nach allen Ländern und Städten ausgesandt habe^). DieserJakob, so wie ein Rabbi Peyret aus Chambery und ein reicherJude Aboget, sollen das Vergiftnngsgeschäft im Großen betriebenhaben. Das Gift, welches von den jüdisch-spanischen Schwarzkünstlernbereitet worden, sei bald aus Basiliskenfleisch, bald aus Spinnen,Fröschen und Eidechsen, bald wieder aus Christenherzen und Hostien-teig bereitet gewesen Es sei in kleinen ledernen Bentelchen oderLäppchen vertheilt worden und sei nach Einigen von rother undschwarzer, nach Andern von grüner und schwarzer Farbe gewesenSolche blödsinnige Märchen, von Unwissenden oder Böswilligenerfunden, von der erhitzten Phantasie vergrößert und übertrieben,wurden nicht nur von der unwissenden Menge, sondern auch von denhöheren Ständen geglaubt. Die Gerichtstribnnale beschäftigten sichernstlich damit, hinter die Wahrheit zu kommen, und wendeten dieMittel an, welche das christliche Mittelalter zur Bestätigung einesVerdachtes mit besonderer Virtuosität gebrauchte die Folter injeder Gestalt.

So weit die Kunde reicht, wurden diese Märchen von derBrunnen- und Quellenvergiftnng der Juden zuerst in Südfrankreichgeglaubt, wo der schwarze Tod schon im Anfang des Jahres 1348seine Opfer forderte. In einer südfranzösischen Stadt wurde dieganze jüdische Gemeinde, Männer, Frauen und Kinder, nebst den

Der zeitgenössische Chronist Albertus von Straßburg erzählt: (juiäsrnstisin invsnti sunb, gussl orniris rnslstloioruiu Asnsrs sovarnisisss(4 uässos) ssäsnbss in Hispsräs, lrsliibs psr sos äuäuru oonsilio äs vsns-kisiis oonvsrässö, bei Urstisius Osrnasuiss liisborisi II p. 148. Die Ur-kunden des Castellans von Chillon, die Schiller zu KönigshovensChronik von Elsaß und Straßburg aus den Verhörprotokollen der Juden ausder Gegend des Genfer Sees beigesügt hat, theilen Folgendes mit: . . . guoärnsZisbsr ässoli Ollsrnbsr oominorsns, s ps.soa.bs (Ussosbs) äiotusvsnsrsb äs Dolsbo . . . rnisib psr gusuäsrn Vsllsbura äuässuin äs boooin guoäsrn sseeulu äs sorio bsnui .... uns. oum libsrs, tu gus rasn-äsbst .. . g uoä sub posiis. sxoorniuuiiiLsbioiiis suss IsZis pousrst äisbuinboxisum... inboxiesnäuiL Asnbss c>uss sgus illius loutis ubsbsnbur. . . äissus tu äisbs libsrs, guoä sirnilibsr in äivsrsis sb vsriis looissivails rasirästniu. tsoisbsb psr oräinsbioirsrn äuässoruiu, msgistrorurn.suss leZis Schillers Noten zu Königshoven p. 1031. Auch das. p. 1036:(juoä rnsZisbsr äsoob s ?ssolis vsusrsb äs Dolsbo Olisrvbsr rssiäsns. . . rnisib äs boxiso. Schiller und Manche nach ihm haben den EigennameniLssolls oäsr l?ssssbs als Passahzeit mißverstanden; es ist ein Eigennamen.

ch Urkunden in den Noten zu Königshoven p. 1036, Hermann Gygasa. a. O. p. 138.

°) Urkunden a a. O. S. 1033, 1036, 1040, 1043, 1044.