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Geschichte der Juden.
einer civilisirten oder barbarischen Völkerschaft der damals von derPest heimgesuchten Erdtheile, sondern einzig und allein von Christenals Urheber der Pest massenhaft hingeschlachtet wurden. Die Kirchehatte die europäischen Völker verdummt und verthiert; sie hatte sooft und so eindringlich gepredigt, daß die Ungläubigen vertilgt werdenmüßten, und daß die Juden noch schlimmer als Ketzer, noch schlimmerals ungläubige Heiden, daß sie der Answurf der Menschheit, Christen-mörder und Kinderschlächter seien, daß ihre treuen Söhne ihr amEnde glauben und ihre Lehre bethätigen mußten. Da nun durch dieNoth der Zeit jede Zucht und Ordnung, Gehorsam und Unterwürfig-keit anfgehört hatten, und der Mensch auf sich selbst gestellt war, tratdie Wirkung der kirchlichen Erziehung in scheußlichster Gestalt zu Tage.Der schwarze Tod hatte zwar auch jüdische Opfer abgerufen; alleinda die Juden verhältnißmäßig weniger von der Seuche heimgesuchtwaren als die Christen Z — vielleicht wegen größerer Mäßigkeit inder Lebensweise und größerer Aufopferung der Pfleger — so entstandder Verdacht, daß die Juden, die doch jährlich Christeukinderschlachteten, Wohl auch Brunnen und Quellen, ja selbst die Luft ver-giftet hätten, um sämmtlichen Christen aller Länder mit einem Maleden Garaus zu machen.
Aber wo war der so umfassende Plan gefaßt und ins Werk ge-setzt worden? Wer hatte Autorität genug, alle europäischen Juden zugemeinsamem Handeln für eine so gefahrvolle Unternehmung, wie dieVergiftung der Christen, bewegen zu können? Nun, die Antwortschien auf der Hand zu liegen. Die spanischen Juden, welche imBesitz großer Machtmittel und unbedingten Einflusses auf die Ge-meinden von ganz Europa galten, diese hätten den teuflischen Planzur Vertilgung der Christen ausgesonnen, überall hin Sendboten mitGiftdosen ausgesandt und bei Androhung des Bannes sämmtlicheJuden bewogen, ihre Befehle zu vollstreckeu. Von Toledo, gewisser-maßen der jüdischen Hauptstadt, sei die Weisung ausgegangen. Daswahnbethörte Volk machte sogar einen Toledaner Juden namhaft, derdie Befehle und das Gift überbracht hätte. Jakob a Paskate seies gewesen, der aus Toledo gekommen, sich in Chambery (in Savoyen)niedergelassen und von da aus eine ganze Schaar jüdischer Gift-es Der zeitgenössische Schriftsteller, Chajim Gallipapa, bemerkt in seinemWerke omoi ,22p Folgendes: pini '2x2 1,121 iiri 2'ii.i>.i2 112 in 222-2^ innii2i°nr^ cmn 121 ii>2' nii 2i'i>v nr'oim .in2, Auszug bei Joseph Kohen, Chronikp>. 36 a. (Ilraslr tm-Laads, x, 65 ). Auch bei Hottinger wird erzählt: das; dieJuden keinen sonderlichen Schaden empfangen, hat einen Argwohn gegen sieverursacht. Helvetische Kirchengeschichte II. S. 167 .